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Oschatz Lonnewitzer Rottweiler stürzt sich auf Eurasierin
Region Oschatz Lonnewitzer Rottweiler stürzt sich auf Eurasierin
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15:16 03.03.2016
Einen solchen Eurasier besitzt Wilhelm Lehmann Quelle: Andreas Röse
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Lonnewitz

Das wollte Wilhelm Lehmann (70) aus Lonnewitz einfach mal loswerden: Cora ist eine Rottweiler-Hündin. Das Tier soll Haus und Hof seines Herrchens Wilfried Eberhardt (72) im Oschatzer Ortsteil Lonnewitz bewachen. Das kann Lehmann noch verstehen. „Ganz offensichtlich wurde der Vierbeiner dazu auch streng erzogen“, so der 70-Jährige.

„Wenn Artgenossen an dem Grundstück vorbei gehen, zeigt er seine ganze Kraft“, habe Lehmann beobachtet. Die Vierbeiner anderer Hundehalter im Ort hätten auch schon unschöne Bekanntschaft mit Cora gemacht.

Lehmann findet es fahrlässig, dass das Tier ohne Maulkorb herum läuft. Da der bisherige Schaden nicht all zu groß sei, würden Stadtverwaltung und Polizei das wahrscheinlich gar nicht erst bearbeiten. „Muss es denn erst soweit kommen, dass etwas passiert? Wie im O-Park?“, fragt Lehmann.

Der Lonnewitzer will es nicht darauf ankommen lassen. Ab sofort lässt er seine


im öffentlichen Bereich nicht mehr ohne Leine laufen. Die Begegnung mit der Rottweiler-Hündin kürzlich hat ihm gereicht. „Tür und Tor waren offen. Als ich mit meiner Hündin vorbei ging, kam der Rottweiler herausgerannt und stürzte sich auf meinen Hund. Der war in diesem Moment auch nicht an der Leine. Das passiert nicht wieder“, sagte er einsichtig.

„In den vergangenen drei Jahren ist unsere vierjährige Cora dreimal ausgebüxt, ist aber immer wieder zurückgekommen und hat niemanden angefallen“, erzählt der Autohändler Wilfried Eberhardt, Besitzer der Rottweiler-Hündin Cora. Wilhelm Lehmann laufe grundsätzlich mit seinem Hund über das Eberhardt’sche Grundstück. „Klar reagiert Cora darauf. Weil die Tür aufstand und sie Lehmanns Hündin sah, rannte sie los“, sagte Eberhardt.

Der Sieger sei schnell ausgemacht worden, weil sich Lehmanns Hündin unterworfen hatte. „Es war nichts passiert. Herr Lehmann hat Cora sogar selbst zurückgebracht“, erinnert sich der 72-Jährige. Ist das ein Fall für die Polizei oder die Stadt?

„Wir werden nur tätig, wenn ein konkreter Sachverhalt vorliegt, zum Beispiel eine Anzeige, nachdem ein Bürger gebissen wurde“, so Revierleiter Jan Müller. Alles andere sei Aufgabe des Ordnungsamtes der Stadt.

„Grundsätzlich kann das städtische Ordnungsamt nur reagieren, wenn sich bei uns ein Bürger meldet und auch alle für uns relevanten Daten nennen kann wie: Namen des Hundehalters, Tag und Uhrzeit der Belästigung. Damit sind wir in der Lage, den Hundehalter anzuschreiben“, so Stadtsprecherin Anja Seidel.

Die gesetzliche Grundlage sei der Paragraf 28 Absatz 1 Straßenverkehrsordnung: „Haus- und Stalltiere, die den Verkehr gefährden können, sind von der Straße fernzuhalten.“ „Sind wir gezwungen, einen Hundehalter mehrfach anzuschreiben, dann geben wir den Vorgang an das Landratsamt ab zur Prüfung nach dem GefHundG (Gefährliche Hunde Gesetz).“

Von Gabi Liebegall

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