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Oschatz Lonnewitzer suchen Gespräch mit der Stadtverwaltung
Region Oschatz Lonnewitzer suchen Gespräch mit der Stadtverwaltung
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06:00 08.11.2018
Probleme in Lonnewitz: Raserei und viel Schwerverkehr. Quelle: Christian Kunze
Lonnewitz

Es gibt Themen, die klären sich schon an der Eingangstür. Zur jüngsten Einwohnerversammlung in Lonnewitz sprach Oberbürgermeister Andreas Kretschmar bereits vor dem offiziellen Start mit Einwohnern aus Rechau und Zöschau über Details der Straßenbeleuchtung in beiden Orten. Dieses „Problem“ war also schon vorab gelöst, ehe es überhaupt losging.

Das heißt aber nicht, dass die rund 60 Männer und Frauen, die in das Gebäude der Lebenshilfe Regionalvereinigung Oschatz gekommen waren, nicht noch weitere, ihren Ort betreffende Fragen zur Klärung mitgebracht hätten. So herrschte zwar Einigkeit darüber, dass die unlängst eingerichtete Tempo-30-Zone entlang der Staatsstraße im Bereich der Bushaltestelle ein Erfolg sei. Allerdings, so monierte Frank Schober, hielten sich die wenigsten Kraftfahrer an das neue Limit. „Es ist haarsträubend. Selbst wir, die wir im Ort wohnen und uns an die Geschwindigkeit halten, werden hier von anderen, die durchfahren einfach überholt“, so der Familienvater.

Radarfallen gefordert

Eine weitere Belastung sei der zunehmende Schwerverkehr, der aus Richtung Riesa kommend, zur Autobahn unterwegs ist. „Die Bundesstraße 169 zwischen Seerhausen und Salbitz ist noch nicht ausgebaut. So lange das nicht geschieht, suchen sich die Brummis ihren Weg, und der führt durch Lonnewitz., dem schnellsten Weg zur A14“. Verschärft werde die Situation dann, wenn entlang der B 6 Richtung Leipzig Bauarbeiten stattfinden, wie in den zurückliegenden Wochen an mehreren Stellen zugleich.

Dennis Korn schlug in die gleiche Kerbe und regte an, Geschwindigkeitskontrollen durchzuführen, „am besten mittels eines stationären Blitzers“. Oberbürgermeister Andreas Kretschmar erklärte, dass die Stadt in der Lage und willens sei, selbst einen mobilen Blitzer an dafür ausgesuchten Stellen einzusetzen. „Die Möglichkeit einer festen Radarfalle muss jedoch mit anderen dafür Berechtigten abgestimmt werden – etwa der Polizei oder dem Landkreis“, so der OBM. Zur Sicherheit entlang der Staatsstraße erinnerte er an das gemeinsame Bestreben mit seinen Amtskollegen in Naundorf und Mügeln, einen Radweg an die Trasse zu bekommen. „Hier finden im Moment die Vermessungsarbeiten statt, das stimmt mich optimistisch“.

Zu den Schandflecken in Lonnewitz gehört die leerstehende „Schale“. Die Stadt kann hier nur an den Eigentümer appellieren zu handeln, wenn Gefahr im Verzug ist. Quelle: Frank Hörügel

Schlechte Busanbindung

Noch keine Lösung in Sicht ist hingegen für den Wunsch eines Bürgers, Lonnewitz an den Stadtverkehr anzubinden. Das sei gerade für die älteren Bürger, die kein Auto mehr lenken können, immens wichtig, um nach Oschatz zu kommen. „Die Alternativen sind Taxen oder die nicht barrierefreien Schulbusse“, führte er an. Das Stadtoberhaupt musste bei diesem Thema etwas weiter ausholen. „Wir können die Rechnung da nicht ohne den Landkreis machen. Er ist für den öffentlichen Personennahverkehr zuständig. Mit im Boot seien die drei weiteren Städte, die ein solches Angebot haben – Torgau, Eilenburg und Delitzsch. Beratungen der Bürgermeister mit der Kreisbehörde hätten bereits stattgefunden, informierte der Bürgermeister.

Zu guter Letzt spielte der Dorfteich eine Rolle. Die Stadt möchte das Gewässer gerne neu verpachten, nachdem der Vertrag mit dem bisherigen Pächter beendet wurde. In der Einwohnerversammlung hakte ein Mitglied des Vereins „Lonnewitz wächst“ nach, ob die Ehrenamtler sich des Gewässers annehmen könnten. Voraussetzung für die Verpachtung an den Verein sei , dass sich in den Reihen des Vereins ein Mitglied mit Fischereischein befindet. Dies sei der Fall. Somit könnte neben den Betätigungsfeldern Spielplatz und BMX-Strecke auch bald der Teich zu den Initiativen des Vereins gehören.

Von Christian Kunze

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