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Oschatz Luppaer kritisieren Gemeinde: Reinigungspflicht soll umgesetzt werden
Region Oschatz Luppaer kritisieren Gemeinde: Reinigungspflicht soll umgesetzt werden
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00:35 06.05.2018
Die Straßenreinigung ist Pflicht für Grundstücksbesitzer. Quelle: Andreas Doering
Luppa

Die einen greifen regelmäßig zu Schaufel und Besen, die anderen übersehen den Kehricht vor ihrem Haus. Die Straßenreinigung ist per Satzung Pflicht für Anlieger und dauerndes Streitthema. Zur jüngsten Sitzung des Wermsdorfer Gemeinderates machten Luppaer Einwohner ihrem Ärger Luft. Sie kritisierten, dass Nicht-Kehrer nicht zur Verantwortung gezogen werden und keine Konsequenzen zu befürchten hätten. Hausbesitzer, die sich verantwortlich fühlen, hätten dagegen oft doppelte Arbeit: Einmal vor der eigenen Tür und dann noch einmal, wenn der nächste Wind den Kehricht vom Nachbarn weiterträgt.

Wildwuchs ist weiteres Problem

„Ansprechen bringt nichts“, haben Einwohner festgestellt. Die Luppaerin Ilona Schmidt brachte es auf den Punkt: „Wer nicht kehrt, wird belohnt. Wir haben festgestellt, dass sich in anderthalb Jahren nichts getan hat. Wir sehen im Ort nie jemand vom Amt deshalb tätig werden. Aber ein Besucher, der nur 15 Minuten bei mir vor dem Haus geparkt hat, bekam dafür ein Knöllchen.“ Ihre Nachbarin Jutta Laugisch erklärte, hinzu komme, dass sich vor unbewohnten Grundstücken Wildwuchs ausbreite. „Das ragt oft auch über den Zaun auf den Rad- und Gehweg, weshalb man gezwungen ist, auf die Straße auszuweichen – und das ist gefährlich auf der B 6“, fügte sie hinzu.

Bürgermeister kündigt Konsequenzen an

Bürgermeister Matthias Müller (CDU) betonte, Eigentümer seien verpflichtet, vor ihren Grundstücken Ordnung zu halten, egal ob diese bewohnt sind. Das Ordnungsamt kontrolliere das in unregelmäßigen Abständen und erinnere an die Satzung, aber: „Wir müssen dem intensiver nachgehen. Ich nehme ihre Hinweise ernst. Wir werden uns bemühen, mehr dranzubleiben.“ Säumigen Eigentümern drohe nach einem Bescheid eine Ersatzvornahme und die Übernahme der Kosten. „Ich verspreche, dass wir in Zukunft mehr darauf achten und Konsequenzen durchsetzen“, versicherte er.

Von Jana Brechlin

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