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Oschatz Lutherbäume in Mahlis und Schmannewitz erinnern an Jubiläum
Region Oschatz Lutherbäume in Mahlis und Schmannewitz erinnern an Jubiläum
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15:23 06.10.2017
Diese Tafel ist an der Lutherlinde in Schmannewitz zu sehen. Quelle: Jana Brechlin
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Schmannewitz/Mahlis

Das Reformationsjubiläum geht in die letzte Runde: Am 31. Oktober jährt sich zum 500. Mal der Thesenanschlag Martin Luthers an der Wittenberger Schlosskirche. Seitdem wurde in vielen Orten der Region an den Reformator erinnert. Abgesehen von Gipsbüsten in den Kirchen stehen in den Dörfern wahlweise Eichen, Linden oder Buchen, die nach dem Reformator benannt sind. „Bei uns in Mahlis auch“, sagt Ralf Hempel, der im alten Schulhaus, in Sichtweite der Lutherlinde wohnt. „Die wurde 1883 anlässlich seines 400. Geburtstages von den Schulkindern im Ort gepflanzt.“ Seitdem habe sich ein prächtiger Baum entwickelt, der weithin sichtbar sei. „Die Linde gehört dazu“, findet Hempel.

Das Schild an der Mahliser Lutherlinde. Quelle: Jana Brechlin

Im gleichen Jahr haben in Schmannewitz die Mitglieder des Männergesangsvereins „Liedertafel“ einen Baum gleicher Art in der Ortsmitte gepflanzt.

1884 kam eine Tafel hinzu, die auch heute noch sichtbar ist. „Das hat damals offenbar auch schon eine Weile gedauert, das Geld für eine solche Tafel zu sammeln“, schätzt Gudrun Dietze vom Heimat- und Verschönerungsverein ein, der anlässlich des Reformationsjubiläum im Dreiseithof des Bäuerlichen Museums an die Pflanzaktion erinnert.

Ausgestellt ist die Kopie eines Schriftstückes, das in der Tafel versenkt war. In die Hände fiel das den Schmannewitzern, als die Tafel am Silvestertag 2003 zur Restaurierung abgenommen wurde. „Die Initiative dazu hatte mit den Bemühungen um den Titel ,Staatlich anerkannter Erholungsort’ zu tun. Firmen haben mitgeholfen, die Tafel wieder in einen sehenswerten Zustand zu versetzen, außerdem wurde ein neuer Sandstein bestellt“, so Gudrun Dietze.

Die Reformation so wie in diesem Jahr zu vermarkten sei offenbar keine Erfindung der Neuzeit, vermutet die Vertreterin des Heimat- und Verschönerungsvereins. „So ein Lutherjubiläum war immer ein Zugpferd für den Tourismus, das passte den alten Schmannewitzern damals ganz gut, um den Fremdenverkehr voranzubringen“, schätzt sie ein.

Von Jana Brechlin

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