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Oschatz Märchenhaft: Oschatz hisst für Dichter Andersen die dänische Flagge
Region Oschatz Märchenhaft: Oschatz hisst für Dichter Andersen die dänische Flagge
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00:31 04.06.2015
Die Tafel für den Märchendichter Hans-Christian Andersen wird enthüllt. Quelle: Dirk Hunger
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Oschatz

von christian kunze

Andersen machte auf seiner ersten Auslandsreise als 26-Jähriger erst in Wermsdorf Station, wo er schon ein märchenhaftes Schloss - Hubertusburg nämlich - sah, und kam schließlich nach Oschatz. So zumindest berichtet es Dr. Manfred Schollmeyer in seinen "Oschatzer Ansichten". Märchenschlösser gab es, außer dem Wüsten Schloss, in Oschatz keine. Zumindest nicht bis zum Jahr 2005. Zu diesem Zeitpunkt errichtete der Oschatzer Verein Lebenshilfe ein kleines Schloss - die Wohnstätte für behinderte Kinder und Jugendliche in der Grenzstraße. Die Wohnstätte bringt ein wenig Flair aus Werken, wie sie Hans Christian Andersen schuf, in die Gegenwart. Seit 2005 - dem Jahr, in dem sich Andersens Geburt zum 200. Mal jährte, werden hier um die 30 Jungen und Mädchen mit Behinderung in vier Gruppen betreut.

Anlässlich der Feierlichkeiten zum zehnjährigen Bestehen freuten sich Lebenshilfe-Geschäftsführer Markus Drexler und die Leiterin der Wohnstätte mit Schlosscharakter, Romy Direske, über ein ganz besonderes Geschenk aus den Händen Joachim Zehmes. Der Künstler hat Schollmeyers Rechercheergebnisse zum Anlass genommen, auf die prominente Verbindung zum dänischen Dichter hinzuweisen. Der Oschatzer schuf eine Sandstein-Gedenktafel, die an Hans Christian Andersens Besuch in Oschatz erinnert - und damit auch an die märchenhafte Magie seiner Werke, die nicht nur Kinder und Jugendliche begeistert. Zur Einweihung ging es Ende der vergangenen Woche märchenhaft zu. Das zehnjährige Bestehen des Hauses wurde mit zahlreichen kostümierten Mitarbeitern, Kindern und Gästen gefeiert. Passend zur Würdigung des Märchendichters hisste Zehme außerdem die dänische Flagge am Eingang der Wohnstätte, wo auch die Tafel - sofort ins Auge fallend - angebracht ist.

"Die Oschatzer Lebenshilfe leistet einen unverzichtbaren Beitrag zur Integration schwacher und benachteiligter junger Menschen in unsere Gesellschaft", begründet Joachim Zehme sein Engagement. "Die Bewohner können sich glücklich schätzen, in solch einem tollen Schloss ein- und auszugehen."

Christian Kunze

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