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Oschatz Maler Mathias Steude aus Leisnig stellt jetzt im Oschatzer Thomas-Müntzer-Haus aus
Region Oschatz Maler Mathias Steude aus Leisnig stellt jetzt im Oschatzer Thomas-Müntzer-Haus aus
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00:22 10.04.2018
Bis September sind die Werke von Mathias Steude – unter anderem ein Blick über Dresden – in der Stadthalle zu sehen. Quelle: Foto: Christian Neffe
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Oschatz

Dresden, Leisnig, das Muldental: Wenn Mathias Steude zum Pinsel greift und seine Leinwand mit Leben füllt, dann meist mit heimischem Leben. Gelegentlich traut er sich auch etwas weiter hinaus, nach England, in die Schweiz oder die Toskana beispielsweise. Doch egal, welcher Ort als Inspiration für den Maler dient, so zieht sich stets eine Konstante durch seine Werke: Die erhabene, aber simple Schönheit der Natur.

Mensch und Tier hingegen sind ein seltener Anblick auf den Werken, die seit Donnerstag in der Oschatzer Stadthalle zu sehen sind. Steude verewigt lieber Flüsse, Täler, Architektur, Felder und Bäume in Öl, Aquarellen und Holzschnitten.

„Ich bin ein introvertierter Mensch“, begründet er seine Faszination für die Natur, für das Ruhige und Sinnliche. Ein bewusster Gegenentwurf zur heutigen Zeit, in der man von unbewussten Knipserein „geradezu überrollt“ werde.

Steude ist studierter Restaurator

1964 geboren in Leisnig, absolvierte Steude ab 1986 die damals neue und in der DDR nur in Dresden studierbare Ausbildung zum Restaurator. „Das war damals noch ein sehr künstlerisch angelegtes Studium.“ Seine Begeisterung für bildende Kunst entdeckte er jedoch schon in früher Kindheit, inspiriert von einem Maler aus Döbeln, ausgelebt in mehreren Zeichenzirkeln.

Seit 1994 arbeitet der Diplom-Restaurator freiberuflich, zumeist im Stadtgut Leisnig. Geht es um seine eigene Kunst, gibt er sich bescheiden: „Es ist schwer, in die großen Galerien reinzukommen, weil die vor allem verkaufen wollen. Mir geht es bei solchen Ausstellungen aber eher um die Präsentation und die interessanten Gespräche, die ich mit den Besuchern führen kann.“

Gut besuchte Vernissage in Oschatz

Dazu hatte der Leisniger am Donnerstag genug Gelegenheiten: Zur Vernissage in der Stadthalle kamen mehr als 60 Besucher, darunter viele Freunde und Bekannte, aber auch jene, die die Werke des Künstlers erstmals in Oschatz begutachten wollten.

Denn obwohl Steude seit 1984 schon 17 Ausstellungen veranstaltet hat – unter anderem in Leisnig, Döbeln, Grimma und Leipzig – ist die Döllnitzstadt als Ausstellungsfläche für ihn eine Premiere. Und die macht klar, dass Steude nicht nur ein heimat-, sondern auch ein familienverbundener Mensch ist: Die Musik zur Eröffnung steuerte die eigene Tochter auf dem Flügel bei, die Bilder wurden vom Vater gerahmt, obwohl der anfangs skeptisch ob der Karrierepläne seines Sohns war.

Aber so ist das eben mit der Kunst: Sie setzt sich immer durch. Und schafft es auch nach Oschatz.

Mathias Steudes Werke können noch bis zum 24. September im Thomas-Müntzer-Haus begutachtet werden.

Von Christian Neffe

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