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Oschatz Malkwitzer Störche brüten vier Junge aus
Region Oschatz Malkwitzer Störche brüten vier Junge aus
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12:07 23.05.2017
Das Malkwitzer Storchenpaar mit vier Jungtieren. Quelle: Foto: Ramona Grosch
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Malkwitz

Das Malkwitzer Storchenpaar hat ausgebrütet. Einwohnerin Ramona Grosch konnte am Wochenende vom Kirchturm aus einen Blick auf den Horst werfen und hat nachgezählt: Vier Jungtiere, noch klein, grau und flauschig, hocken im Nest. Für die Eltern ist jetzt eine arbeitsreiche Zeit angebrochen, denn rund um die Uhr muss Futter für den Nachwuchs herangeschafft werden.

Das Malkwitzer Storchenpaar mit vier Jungtieren. Quelle: Ramona Grosch
Um den verunglückten Storch aus dem Schneegitter zu befreien, rückte die Feuerwehr in Malkwitz an. Quelle: Jana Brechlin

Im Dorf heißt es unterdessen Daumen drücken, denn nicht immer ist die Aufzucht der Jungstörche in der Vergangenheit geglückt. Anfang der 2000er Jahre blieb der Horst sogar ein ums andere Mal verwaist. Manchmal ließ sich nur ein Storch im Ort blicken, mitunter blieb der Nachwuchs aus. Und zuletzt wurde ein Jungtier offenbar von seinen Geschwistern aus dem Nest geworfen und starb.

Dabei gilt der Malkwitzer Storchenhorst unter Experten wie dem Storchenbeauftragten Achim Roth als einer der ältesten und erfolgreichsten in der Region. Darauf sind die Malkwitzer stolz, was ein eigens ins Leben gerufenes Storchenfest und ihre Dokumentation in der Storchenchronik bestätigen. Demnach ist verbrieft, dass schon ab 1852 auf einem Gut im Ort Störche ihr Sommerquartier bezogen, ab 1873 nisteten die Vögel in der Friedhofslinde und ab 1925 auf einem Dreibock auf dem Friedhof. Allein von 1900 bis 2015 wurden 352 Jungtiere gezählt. Dass sich manche bei ihren ersten Flugversuchen reichlich tollpatschig anstellen, hat diese Zeitung im August 2000 berichtet. Damals landete ein Jungstorch auf dem benachbarten Kneipendach, rutschte auf dem Hinterteil abwärts und blieb mit den langen Beinen im Schneefanggitter stecken. Die Oschatzer Feuerwehr rückte mit der Drehleiter an, um den Vogel zu befreien, der daraufhin so heftig mit den Flügeln schlug, dass er sich selbst befreien konnte und das Ganze unbeschadet überstand.

So berichtete die Oschatzer Allgemeine über das Storchen-Missgeschick im Sommer 2000. Quelle: Jana Brechlin

Von Jana Brechlin

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