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Oschatz Malkwitzer feiern ihre Bildfeier
Region Oschatz Malkwitzer feiern ihre Bildfeier
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18:44 21.02.2016
Günter Grosch, Gerhard Freiberg, Jörg Däbritz und Jürgen Leuschner (v.l.) zeigen Fotos von Bildfeiern, darunter auch eine der ältesten Aufnahmen von Malkwitz. Quelle: Foto: Dirk Hunger
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Malkwitz

Was einst mit einem Foto der Männer des Dorfes anlässlich des Geburtstages des ehemaligen Malkwitzer Gastwirts begann und in der Geschichte als Bildfeier fest verankert ist, hat auch im 112. Jahr nichts an Attraktivität verloren. Gut 50 Männer von Malkwitz – der Brauch will es, dass die weiblichen Mitbewohner auf dem Treffen nichts zu suchen haben – versammelten sich am Sonnabend im Kulturraum des Agrar- gutes.

Günter Grosch vom Heimatverein informierte über die Eintragungen für die Dorfchronik aus den vergangenen zwölf Monaten und die dazugehörigen statistischen Angaben. Während anderswo über sinkende Einwohnerzahlen geklagt wird, gibt es in dem inzwischen zur Gemeinde Wermsdorf gehörenden Ort immer mehr Malkwitzer. „Derzeit leben hier 215 Einwohner, 119 sind männlich, 96 weiblich“, so Grosch.

Noch vor neun Jahren hatte der Ort in Sachen Einwohnerzahl den Tiefpunkt in seiner Geschichte erreicht. Damals waren 209 Einwohner gemeldet. Derzeit leben 35 Einwohner im Alter bis 18 Jahre, 132 im Alter von 18 bis 65 Jahre im Ort. Älter als 66 sind 48 Frauen und Männer. 91 Jahre zählt Robert Apostel und ist damit der älteste Malkwitzer. Drei neue Malkwitzer erblickten in den zurückliegenden Monaten das Licht der Welt. Jüngster Einwohner und damit auch jüngster Bildfeier-Freund ist Fritz Elias Kluge, der am 22. September geboren wurde. „Derzeit gibt es wieder Schwangere, also könnten wir noch mehr Einwohner werden“, fügte Grosch seinen Aufzeichnungen frei hinzu.

Kein Ortsbewohner verstarb seit der letzten Bildfeier. Ein Blick in die Statistik verrät auch, dass alle Malkwitzer die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen. Das Durchschnittsalter der Männer liegt bei 48, das der Frauen bei 51 Jahren. Freude gab es im Dorf, dass im vergangenen Jahr drei Jungstörche das Licht der Welt erblickten.

Beim Rückblick wurde schnell deutlich: In Malkwitz wird auf der einen Seite auf Tradition gesetzt, auf der anderen scheinen Ideenreichtum und der Tatendrang der Dorfbewohner unermüdlich zu sein. Vom Schützenfest, über Badewannenrennen auf dem Dorfteich, über die Pflege des Storchenhorstes und Verschönerungsaktionen im Ort bis hin zum Weihnachtsmann-Nesuch oder dem Schreiben der Dorfchronik reicht dabei die Palette. Egal, ob Heimatverein, Feuerwehr und Schützenverein, ansässige Unternehmen oder Einwohner – alle ziehen an einem Strang, wenn es um die Sache des Dorfes geht. Und so freuten sich alle bei der Bildfeier über die Dankesworte des Vorsitzenden des Heimatvereins, Jürgen Leuschner, der besonders das Engagement aller im Rahmen des Dorfwettbewerbes „Unser Dorf hat Zukunft“ lobte. Malkwitz war das kleinste Dorf, das es bis in die Landesrunde Sachsens geschafft hatte. Verdienter Lohn: Urkunde und eine Geldprämie für die Dorfgemeinschaft.

In der Runde des Abends kam aber auch zur Sprache, was im Ort in diesem Jahr angepackt und verändert werden könnte. Wehrleiter Lutz Frenzel informierte, dass sich die Malkwitzer Feuerwehrmitglieder dem Verschneiden annehmen wollen.

Ein Bildfeier-Quiz mit einem Kasten Bier für den Besten und eine Fotoschau an vergangene Bildfeiern und Zeiten rundeten das ungewöhnliche aber gemütliche Beisammensein ab.

Von Bärbel Schumann

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