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Oschatz Manfred Schollmeyer gibt neues Buch über die Oschatzer Ulanen heraus
Region Oschatz Manfred Schollmeyer gibt neues Buch über die Oschatzer Ulanen heraus
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06:00 28.10.2016
Manfred Schollmeyer Quelle: Foto: Dirk Hunger
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Oschatz

„Oschatzer Ansichten“ - das ist der Buchtitel, der sich mit Heimatgeschichte beschäftigt. Der regionalen Geschichte verschrieben hat sich Dr. Manfred Schollmeyer. Gemeinsam mit dem Heimatverein hat er bereits fünf Bücher verfasst. „Erinnerungen an das 1. Königlich Sächsische Ulanen-Regiment Nr. 17“ ist der sechste Band in der Reihe. Er beinhaltet sehr viel mehr als der nüchterne Buchtitel vermuten lässt. Ein Vorwort und elf Themen machen den Leser neugierig.

Auf 392 Seiten – fast jede mit farbigen oder schwarz-weiß Fotos bebildert – hat der Chronist all das recherchiert, was es zu den Oschatzer Ulanen gibt, was interessierte Bürger wissen sollten.

Dazu hat Schollmeyer nicht nur in Archiven gelesen, er ist auch an Schauplätze zum Thema gereist – nach Polen und Frankreich, wo er mit Heimatfreunden ins Gespräch kam, Literatur und andere Dokumente zum Thema im Original studieren durfte. Eine bessere Methode zur Aufarbeitung von Geschichte gibt es nicht.

Seine intensive Arbeit erlaubte dem Oschatzer, der Wahrheit ganz nah zu kommen, Details herauszuarbeiten, die so bisher noch nicht dokumentiert wurden. Manfred Schollmeyer fand zum Beispiel die Regimentsstruktur heraus, so, dass es vier Rittmeister gab, 80 Gefreite und so genannte Kapitulanten, 448 Ulanen und 627 Dienst- und Zugpferde. Er führt die Namen der Kommandeure von 1867 bis 1919 auf, die Namen von gefallenen, im Lazarett verstorbenen und vermissten Ulanen im deutsch-französischem Krieg sowie ihren Todestag.

Bei diesem militärischen Thema heroisiert der Autor den Krieg nicht. Sein Anliegen ist es, regionale Geschichte nahe zu bringen. Beim Lesen des Buches und vor allem der 13 Kurzbiografien fällt auf, dass Namen vorkommen, die noch heute eine Verbindung zu Oschatz herstellen, unter anderem Hermann Kählert und Wilhelm August Bernhard von Miltitz. Ein Kählert-Nachkomme ist Axel Kählert (66). Er spielte in den 80er und 90er Jahren sehr erfolgreich in der Handball-Nationalmannschaft der DDR. Und der Aristokrat Miltitz gab dem ehemaligen Platz des Friedens in Oschatz seinen Namen. Es sind in diesem Buch noch sehr viel mehr Bekannte zu finden. Mit Hilfe der akribischen Arbeit für dieses Werk bekommen nicht die kriegerischen Auseinandersetzungen ein Gesicht, sondern die Geschichte von Oschatz. Dieses „Puzzle“ aus 392 Seiten beschreibt einen wichtigen Zeitabschnitt der Stadt: seriös, sachlich, kritisch, kompakt und genau. Es besteht nur eine einzige „Gefahr“: Leser könnten „süchtig“ werden nach regionaler Geschichte.

Die Vorstellung des Buches findet am 2. November um 19 Uhr im Thomas-Müntzer-Haus statt

Von Gabi Liebegall

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