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Mangel an Übungsleitern ist Dauerthema in den Sportvereinen

Mangel an Übungsleitern ist Dauerthema in den Sportvereinen

Das Jahr 2011 ist zu Ende und weitestgehend abgerechnet. Im vergangenen Jahr hat der Kreissportbund (KSB) Nordsachsen seinen Vereinen wieder einige Weiterbildungs- und Ausbildungslehrgänge angeboten.

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Sven Kaminski

Nordsachsen. Darüber unterhielten wir uns mit dem Geschäftsführer Sven Kaminski.

Frage: Wie wurde das Angebot des KSB von den Vereinen genutzt?

Sven Kaminski: Die Angebote, welche wir den Vereinsmitgliedern und Nichtmitgliedern im Jahr 2011 in den verschiedenen Themengebieten unterbreitet haben, wurden gut bis sehr gut angenommen. Dabei umfassen die Lehrgänge neben der Ausbildung zum Sportassistenten und Übungsleiter auch aktuelle Themen für Vereinsvorstände. Wenn ich unsere Veranstaltungen im Landkreis Nordsachsen zusammenrechne, waren es 30 Veranstaltungsangebote.

Wie viele Vereinsmitglieder nahmen am Grundkurs zur Ausbildung zum Übungsleiter teil?

An den sechs Grundkurslehrgängen, zwei davon in Torgau, einer in Oschatz und drei in Eilenburg, waren es 121 Teilnehmer, davon absolvierten 27 Teilnehmer den Aufbau- und Profillehrgang zum Übungsleiter.

Ist das eine gute Anzahl?

Die Teilnehmerzahlen der Grundlehrgänge waren in Ordnung. Schade ist nur die geringe Teilnehmerzahl am Aufbau- und Profillehrgang.

Die Vereine beklagen stets, dass sie zu wenig Übungsleiter und Trainer haben. Was sind die Hauptursachen dafür, dass den Sportvereinen die Übungsleiter fehlen?

In der Tat sind Übungsleiter und Trainer Mangelware. Wer sich als Übungsleiter engagiert, verbringt im Durchschnitt fünf bis 15 Stunden pro Woche mit seiner Sportart. Eine große Aufwandsentschädigung ist dabei nicht zu erwarten, denn ein Verein kann im Jahr maximal 250 Euro Zuschuss für einen lizenzierten Übungsleiter beantragen. Eine weitere Ursache ist die ideelle und finanzielle Unterstützung des Sports auf kommunalpolitischer Ebene. Dabei tragen die Vereine mit ihren Übungsleitern und Trainern zur gesellschaftlichen Gestaltung des städtischen und ländlichen Raumes für unsere Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen bei. Aber die Arbeit der Übungsleiter ist nicht nur Hobby, wie es so oft zum Ausdruck kommt: Sport dient der Gesellschaft, ist Lebensqualität, ist Integration, ist Förderung der Gesundheit, ist Bildung und Erziehung, ist ein Wirtschaftsfaktor und so weiter.

Wie können die Vereine ihren Mitgliedern dieses Ehrenamt, das Amt des Übungsleiters, interessant, sprich schmackhaft machen?

Eine patentierte Lösung kann ich auch nicht geben! Wie bereits erwähnt, ist dies ein Ehrenamt und viele Vereine haben Probleme, ihre Vorstände zu besetzen. Ich persönlich bin der Meinung, dass ein Umdenken in den kommunalen Verwaltungen erfolgen muss. Die Gründe habe ich bereits eingangs genannt. Wenn dieses Umdenken erfolgt, kann sich der Vereinsvorstand auch wieder um die Gewinnung neuer Übungsleiter bemühen. Mein Fazit lautet: Nicht sparen am Sport, sondern sparen mit dem Sport!

Wie viele Übungsleiter-Kurse werden in diesem Jahr vom KSB Nordsachsen angeboten?

In diesem Jahr finden vier Grundlehrgänge und zwei Aufbau- und Profillehrgänge zum Übungsleiter jeweils in Eilenburg und Torgau statt.

Wohin können sich Vereine oder Mitglieder wenden, wenn sie sich anmelden möchten?

An den KSB, speziell unsere die Mitarbeiterin für Aus- und Fortbildung Stephanie Ziaja. Sie erreicht man unter der Telefonnummer 03421/969 70 31 wenden.

Interview:

Thomas Manthey

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