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Oschatz Marian Wendt zum Forum in Oschatz: „Russland im Blick behalten“
Region Oschatz Marian Wendt zum Forum in Oschatz: „Russland im Blick behalten“
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16:43 23.05.2018
Marian Wendt Quelle: privat
Oschatz

Im Gasthaus „Zum Schwan“ am Oschatzer Neumarkt geht es am Donnerstagabend ab 19 Uhr um die Beziehungen von Deutschland, der Europäischen Union und Russland. Unter dem Motto „Deutschland, Europa und Russland – Wie weiter?“ wird der Ostbeauftragte des Auswärtigen Amtes Andreas Peschke über die Details der Ostpolitik reden. Außerdem werden die etwa 40 angemeldeten Besucher mit dem Diplomaten ins Gespräch kommen. Auch kurzentschlossene Besucher ohne Anmeldung sind willkommen.

An was denken Sie zuerst, wenn es um Russland geht?

Zunächst an mein Patenkind, welches in einer deutsch-russischen Familie aufwächst. Russland ist ein beeindruckendes Land mit wechselvoller Geschichte, unverkennbarer Kultur, vielfältiger Natur, sehr reich an Bodenschätzen. Deutschland und Russland sind vor allem durch Geschichte und Kultur verbunden. Leider macht es der Kreml Russlandfreunden heute fast unmöglich, um Verständnis für die aktuelle Innen- und Außenpolitik der russischen Regierung zu werben.

In welcher Rolle sehen Sie sich bei dem Forum?

Wir dürfen Russland nicht aus den Augen verlieren und streben partnerschaftliche Beziehungen an. Wir sollten die Sprach-und Gehörlosigkeit im Verhältnis zu Russland überwinden. Dazu bedarf es eines offenen Dialoges auf Augenhöhe – konstruktiv, aber auch sehr kritisch, so wie es die Lage verlangt. Diskussionen wie die in Oschatz leisten hierzu einen Beitrag. Im Gespräch bleiben und zwar mit der gebotenen Standhaftigkeit – das soll unser Verhalten sein.

Was halten Sie von den Wirtschaftssanktionen und die Auswirkungen auf die heimische Wirtschaft?

Die Sanktionen werden in seltener Geschlossenheit durch die gesamte EU und die USA aus gutem Grund jahrelang getragen. Ich würde mich freuen, wenn die gegenseitigen Sanktionen aufgehoben werden könnten. Dafür muss aber der Krieg in der Ost-Ukraine beendet werden. Nur aus etwaigen Wirtschaftsinteressen nachzugeben, wäre ein fatales Signal. Wer die Grenzen und die Souveränität von Nachbarstaaten missachtet, muss mit Konsequenzen rechnen – auch für längere Zeit, auch wenn dies weh tut.

Diplomaten im Dialog beginnt Donnerstagabend, ab 19 Uhr im Gasthaus „Zum Schwan“. Einlass ist bereits ab 18.30 Uhr.

Von Hagen Rösner

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