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Marktkauf Oschatz setzt seit fünf Jahren auf regionale Produkte

Einzelhandel Marktkauf Oschatz setzt seit fünf Jahren auf regionale Produkte

Jörg Krumbiegel übernahm vor fünf Jahren die Leitung des Marktkaufs in Oschatz. Im Gespräch mit der Oschatzer Allgemeinen zog er eine Bilanz dieser Zeit und verrät, wieso die Kundschaft nicht nur aus Oschatz und den Nachbarorten hierher kommt. Am Donnerstag kassierte hier Bundestagsabgeordneter Marian Wendt (CDU).

Bundestagsabgeordneter Marian Wendt (CDU) saß am Donnerstag im Marktkauf an der Kasse..

Quelle: kristin engel

Oschatz. Vor fünf Jahren trat Jörg Krumbiegel in die Fußstapfen von Wilhelm Osterloher und Thomas Schröder und übernahm mit dem Marktkauf die größte Handelseinrichtung in der Stadt. Gefeiert wird allerdings erst Ende des Monats. Dann jährt sich die Eröffnung des Warenhauses zum 25. Mal.

Über seine ersten fünf Jahre an der Venissieuxer Straße meint Jörg Krumbiegel, dass sie sehr schnell vergangen seien und sich der Markt positiv entwickelt habe. Am Donnerstag erhielt er symbolische Unterstützung durch den nordsächsischen Bundestagsabgeordneten Marian Wendt (CDU), der selbst kassierte und das Unternehmenskonzept lobte.

Marian Wendt kassiert für guten Zweck

Vor fünf Jahren hatte Jörg Krumbiegel angekündigt, den Anteil regionaler Artikel im Markt zu erhöhen. „Das ist nicht nur unser Anliegen, sondern unsere innerste Einstellung“, betont der Kaufmann heute. Das „Wir“ sind dabei Ehefrau Claudia und Sohn Dominik, die mit ihm den Markt führen, aber auch die über 120 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, die bei Marktkauf arbeiten.

Die Breite der regionalen Erzeugnisse reicht von Fleisch- und Wurstwaren über Spargel und Kartoffeln bis hin zu Farbkästen. „Insgesamt haben wir über 25 regionale Lieferanten. Unsere Gäste wissen bei ihnen, wo sie produzieren oder kennen sie gar persönlich. Das ist ein Stück Sicherheit, die wir unseren Kunden geben können“, erläutert Krumbiegel. Voraussetzung sei natürlich, dass die Waren vermarktbar sind. „Ich bin gern bereit, etwas auszuprobieren und räume da Möglichkeiten ein“, betont der Marktkauf-Chef. Aber die Kunden entschieden letztlich durch ihr Kaufverhalten, was im Sortiment Bestand habe und was nicht.

Kunden nehmen längere Wege auf sich

Apropos Sortiment: Die Kunden wissen, dass das hier anders aussieht als in einem Markt einer zentral gesteuerten Handelskette. Das sei für viele Grund genug, auch längere Wege auf sich zu nehmen. Manche würden dabei dennoch Kilometer sparen, weil sie nicht mehr einzelne Bauernhöfe abklappern müssten, um ihren Einkaufszettel abzuarbeiten.

Natürlich könne man an den Autokennzeichen ablesen oder durch die Abfrage der Postleitzahl an der Kasse analysieren, woher die Kundschaft komme. Krumbiegel findet diese Frage nach der Postleitzahl nervig und kennt da eine bessere Methode. Er unterhält sich lieber mit den Gästen im Markt. Und da die Anonymität großer Städte und riesiger Einkaufszentren nicht sein Ding ist, hat er sich noch keinen Tag nach seiner alten Arbeitsstelle im Chemnitz-Center zurückgesehnt. In Oschatz erfahre er von den Kunden direkt, was ihnen gefällt und was nicht – egal ob sie aus der Stadt und dem direkten Umfeld zum Einkaufen hierher kommen oder von auswärts. „Wir ändern dann, was geändert werden muss, um modern zu bleiben und den Gästen ein Einkaufserlebnis zu bieten“, sagt Krumbiegel. Deshalb werde zum Beispiel demnächst der Backshop modernisiert – damit die Kunden dort besser hantieren können, auch wenn sie vielleicht auf eine Gehhilfe angewiesen sind.

Über ein Dutzend neue Beschäftigte eingestellt

Zu den Veränderungen der letzten fünf Jahre im Marktkauf Oschatz gehört, dass hier weit mehr als ein Dutzend Mitarbeiter neu eingestellt wurden. „Wir werden auch weiterhin engagierten und motivierten Leuten eine Chance geben“, unterstreicht Krumbiegel. Am allgemeinen Lamento über fehlenden oder ungeeigneten Berufsnachwuchs mag er sich nicht beteiligen. Der Marktleiter sieht es vielmehr als wichtig an, die Jugend hier zu halten und nicht an die Fließbänder der Autowerke zu verlieren. Diese Auffassung würden auch andere Unternehmer in der Stadt teilen.

Von Axel Kaminski

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