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Oschatz Marktkauf hat neuen Chef
Region Oschatz Marktkauf hat neuen Chef
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17:29 20.02.2012
Jörg Krumbiegel
Oschatz

Wie groß ist die Umstellung vom Marktkauf im Einkaufszentrum in Autobahnnähe zum Haus nahe der B 6?

Jörg Krumbiegel: Für die Funktion so eines Marktes spielt die Lage keine Rolle. Es geht stets darum, mit freundlichen Mitarbeitern voller Elan Sortimente zu verkaufen, die der Kunde wünscht.

Anders gefragt: Vermissen Sie die Verkehrsströme von der Autobahn vor den Markt?

Nein. Ich bin offen aufgenommen worden - von den Mitarbeitern und den Kunden. Es gibt hier eine ausgeprägte Stammkundschaft. Diese zu vergrößern und sie zufriedenzustellen, war schon in Chemnitz mein Prinzip und wird es auch in Oschatz sein.

Und das geht mit Veränderungen einher?

Ich möchte schon, dass die Oschatzer und unsere Kunden aus dem Umland in vier Wochen feststellen, dass sich etwas verändert hat.

Wie wollen Sie das konkret erreichen?

Zufriedene Kunden finden in ihrem Markt die Waren schnell, ohne suchen zu müssen. Da habe ich schon einige Hinweise erhalten, das wir an den Warenregalen etwas ändern müssen. Außerdem möchte ich den vorhandenen Anteil regionaler Produkte im Markt deutlich ausbauen und noch mehr Erzeugnisse aus der unmittelbaren Umgebung ins Sortiment aufnehmen. Die Kartoffel vom Acker nebenan wäre so ein Beispiel, das mir am Herzen liegt. Außerdem soll der Marktkauf nicht nur zum Einkaufen locken, sondern auch zum Schauen und Verweilen.

Sie planen Veranstaltungen, um das Haus zu beleben?

Ja. Aber da gibt es noch einiges vorzubereiten. In Chemnitz habe ich zum Beispiel Autogrammstunden organisiert und Kochshows. Mal sehen, was bei unserer Oschatzer Kundschaft ankommt.

Marktkauf hat sich über Jahre aktiv ins gesellschaftliche Leben der Stadt eingebracht. Wie werden Sie den Markt dort zukünftig positionieren?

Natürlich weiß ich, dass Herr Osterloher hier eine Institution war. Daran möchte ich anknüpfen. In den wenigen Tagen, die ich hier bin, hat es schon eine Menge Anfragen gegeben. Wo und wie wir uns genau engagieren, kann ich zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht sagen.

Was haben sie beruflich gemacht, bevor Sie Warenhäuser geleitet haben?

Bevor ich 2009 nach Chemnitz kam, war ich in der Edeka-Gruppe im Vertrieb tätig. Als Verkaufsleiter für Nordbayern, Sachsen und Thüringen gehörte die Belieferung der Märkte in diesem Bereich zu meinen Aufgaben.

Die Leitung eines Marktes ist dann durchaus eine Veränderung. Was hat Sie zu diesem Schritt bewogen?

Bevor ich eine Reihe kaufmännischer Qualifikationen erworben habe, hatte ich Fleischer gelernt und war in einem Geschäft tätig, in dem auch Obst und Gemüse gehandelt wurden. Da musste man sich in der DDR schon drehen, wenn man zufriedene Kunden haben wollte. Ideen, wie ein Markt besser laufen kann und die Menschen dort gern einkaufen, lassen sich vor Ort besser umsetzen als aus dem Vertrieb heraus.

Sie stellen den Kunden in den Mittelpunkt. Umsatzzahlen und -pläne spielen da gar keine Rolle...?

Darüber entscheiden die Kunden. Wir haben jetzt schon mit über 80 000 Artikeln das größte Angebot in der Region. Daran können wir anknüpfen. Die Kunden können hier einkaufen, weil es am Weg liegt oder es ihnen Spaß macht und sie bei uns genau das finden, was sie suchen. So möchte ich unseren Markt positionieren. Interview: Axel Kaminski

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