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Oschatz Marktkauf stößt bei der Suche nach regionalen Produkten an Grenzen
Region Oschatz Marktkauf stößt bei der Suche nach regionalen Produkten an Grenzen
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00:37 18.09.2015
Eier aus Oschatz und Wurst aus Mügeln - Jörg Krumbiegel sorgt dafür, dass heimische Produkte ihren Platz im Oschatzer Marktkauf finden. Quelle: Dirk Hunger
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Von Hagen Rösner

Die Kartoffel von Acker nebenan wäre so ein Beispiel."

Drei Jahre danach zieht Krumbiegel eine Bilanz: "Wir haben sehr viel erreicht von dem, was wir angekündigt haben. Die frische Kartoffel vom Acker nebenan kommt vom Bauer Merkel, die Eier kommen auch von dort. Ganz aktuell gibt es bei uns sogar ein Selbstbedienungssortiment an Wurst von der Fleischerei Hein, wir haben Produkte der Oschatzer Fleischwaren und sehr viele Gärtnereiprodukte von der Oschatzer Lebenshilfe", berichtet Jörg Krumbiegel über die Regionalität in den Warenregalen. Einen großen Teil seiner Arbeitszeit wendet der Marktkaufmanager inzwischen auf, um mit lokalen Erzeugern über die Vermarktung ihrer Produkte zu sprechen.

"Wir werden aber nie ein großer Hofladen werden, sondern sind ein Landwarenhaus", sagt Krumbiegel. Gesetzliche Vorschriften, die bei Direktvermarktern anders sind, müssen im Einkaufsmarkt eingehalten werden. Wer bei Marktkauf in Oschatz verkaufen will, der muss dann auch die entsprechenden Zertifikate für seine Produkte mitbringen. "Das lohnt sich auf für Erzeuger von kleinen Sortimentstrecken nicht", sagt der Marktkaufchef. Bei der Regionalisierung seiner Warenregale ist Krumbiegel mit seinem Team inzwischen auch an gewisse Grenzen gestoßen. "Vor einiger Zeit habe ich einen öffentlichen Aufruf gestartet, dass sich einheimische Unternehmen melden können, die über uns Produkte anbieten wollen. Ein Unternehmen hatte sich damals gemeldet. Und mit diesem Unternehmen, der Fleischerei Hein, gibt es heute noch gut geschäftliche Beziehungen", so Krumbiegel. Tatsächlich ist der Herstellung von regionalen Produkten die eine Seite, die Produktionsmenge, die Verpackung und die Einhaltung entsprechender Hygienevorschriften sind die andere Seite, die oft Hersteller und Händler vor Herausforderungen stellen. "Mit der Lebenshilfe haben wir seit Jahren eine gute Zusammenarbeit. In diesem Jahr werden wir sogar mit der Gärtnerei absprechen, welche Produkte sich aus unserer Sicht gut verkaufen lassen und was weniger hoch in der Kundengunst steht", verdeutlich Krumbiegel, der sein Angebot wiederholt, dass sich einheimische Firmen mit ihren Produkten melden können.

Um regionale Produkte geht es auch am Wochenende 26./27. September, dann findet beim Marktkauf und den anderen Firmen des Centers eine Regionalmesse statt, bei der Erzeugnisse aus der Heimat im Mittelpunkt stehen.

Aus der Oschatzer Allgemeinen Zeitung vom 16.09.2015

Rösner, Hagen

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