Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Oschatz Markttage auf dem Neumarkt Oschatz
Region Oschatz Markttage auf dem Neumarkt Oschatz
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:22 28.01.2013

[gallery:600-28820074P-1]

Diese Auffassung des berühmten Semper ist in die Literatur eingegangen und hat ihre Wirkung auf Grafiker, Maler und Fotografen nicht verfehlt. Unzählige Ansichten vom Leben auf dem Neumarkt mit dem wunderbaren Ensemble aus Rathaus und St. Aegidienkirche sind auf Lithografien, Stahl- und Kupferstichen Holz- und Linolschnitten sowie auf Gemälden, Fotografien und Postkarten verewigt. Dazu haben auch zwei bekannte sächsische Maler beigetragen.

Der in Meißen geborene Arthur Julius Barth (1878 bis 1926), der seine künstlerische Ausbildung an der Zeichenschule der Meißener Manufaktur begann und unter anderem an der Kunstakademie Dresden studierte, hat 1912 das Leben auf dem Wochenmarkt vor dem "schönsten Punkt" des Neumarktes gezeichnet. Als kolorierten Steindruck im Format 35 cm x 26 cm veröffentlichten die "Dresdener Grafischen Werkstätten" 1912 die Arbeit Barths.

Eine Lebensmittelvergiftung beendete 1926 abrupt in Rehbrücke bei Potsdam das intensive Schaffen des erst 48-jährigen Malers, Grafikers und Porzellanmalers Arthur Julius Barth. Sein künstlerisches Gesamtwerk wurde in vielen Ausstellungen gewürdigt und ist in Galerien und Museen dem Publikum zugänglich.

Wenige Jahre später hatte auch der aus Dresden stammende Maler Artur Henne (1887 bis 1963) den Neumarkt entdeckt. Henne hatte - wie Barth - die Dresdener Kunstakademie besucht, sich früh der Radierung zugewandt und auf unzähligen Blättern seine sächsische Heimat dargestellt. Darüber hinaus hat er sich den Landschaften des benachbarten Frankens und Thüringens gewidmet.

In der grafischen Folge "Sachsen, Thüringen, Franken" ist eine Radierung vom Oschatzer Neumarkt aus dem Jahr 1925 enthalten. Das Blatt zeigt im Format 27,5 cm x 19,5 cm - wie auch bei Arthur Julius Barth - das Marktleben auf dem Neumarkt vor der Silhouette des Rathauses und der St. Aegidienkirche.

Der in Dresden lebende Maler wohnte schon während des Zweiten Weltkrieges zeitweilig in Liebstadt. Nachdem er seine Dresdener Wohnung und das Atelier mit hunderten Werken bei den Luftangriffen 1945 verloren hatte, zog er sich nach Kriegsende endgültig in das osterzgebirgische Städtchen zurück. Dort starb er am 19. Februar 1963.

Dr. Manfred Schollmeyer

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Zum Tag der offenen Tür strömten am Sonnabendnachmittag zahlreiche Besucher ins Oschatzer Thomas-Mann-Gymnasium (TMG). Viele Viertklässler kamen mit ihren Eltern und Großeltern um sich das TMG einmal genauer anzusehen.

27.01.2013

Guter Handball kann auch unter der Woche in Oschatz gesehen werden. Getreu diesem Motto schafften es die Verantwortlichen des Thomas-Mann-Gymnasiums das Handballfinale der Sächsischen Bildungsagentur in der Altersgruppe 1998/1999 in die Rosentalsporthalle zu holen.

27.01.2013

Was für eine Berg-und-Tal-Fahrt für den Titelverteidiger SV Mügeln/Ablaß 09 II beim Hallen-Cup Torgau/Oschatz. Konzentriert und souverän gestartet, dann nur mit großem Zittern ins Halbfinale gekommen.

27.01.2013
Anzeige