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Oschatz Martinsgänse und Weihnachtsbraten aus der Wermsdorfer Gänsezucht Eskildsen
Region Oschatz Martinsgänse und Weihnachtsbraten aus der Wermsdorfer Gänsezucht Eskildsen
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06:00 09.11.2016
Marktleiterin Cornelia Freund und Lutz Witt vom Zuchtbetrieb sorgen mit ihren Kollegen dafür, dass auf dem Gänsemarkt immer genügend Köstlichkeiten rund um das Federvieh angeboten werden können. Quelle: Foto: Dirk Hunger
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Wermsdorf

Am Lindigt in Wermsdorf dreht sich alles um die Gans: Der Zuchtbetrieb Eskildsen hat seit einigen Tagen seinen jährlichen Gänsemarkt geöffnet, und hier gehen schon vor dem Martinstag und Weihnachten die Braten über die Ladentheke. Insgesamt 15 000 Gänse, die seit dem Frühjahr vor Ort aufgezogen worden sind, vermarktet das Unternehmen bis zum Fest.

Wichtigste Stütze ist Gänsemarkt

Wichtigste Stütze dabei ist der Gänsemarkt, der seit Anfang November und bis zum 22. Dezember geöffnet ist. „Das ist mittlerweile ein eigener Wirtschaftszweig geworden“, bestätigt Lutz Witt von der Eskildsen GmbH. Neben Produkten von der Gans gibt es einen kleinen Weihnachtsmarkt, Kabarettveranstaltungen und Direktvermarkter aus der Region. Zudem werden deutlich über die Hälfte der eigenen Gänse in den kommenden Wochen über den Markt verkauft. Der bevorstehende Martinstag spielt dabei noch keine besonders große Rolle. „Das ist in westdeutschen Bundesländern anders, da ist die Martinsgans sehr gefragt. Im Osten konzentriert sich der Verkauf vor allem auf Weihnachten. 75 Prozent der Braten sind für die Feiertage, nur etwa 20 Prozent für St. Martin“, beschreibt er. Im Moment seien Gänseklein sowie Brust und Keule bei den Marktbesuchern besonders beliebt. Lutz Witt nennt das „Appetit holen für Weihnachten“. Erst wenn das Fest deutlich näher rückt, werden Bratentiere in Größenordnungen verkauft. Werden aktuell drei Viertel der täglich 700 geschlachteten Gänse zerlegt und in Teilen verkauft, steigt der Anteil der ganzen Braten vor Weihnachten auf 500 Stück täglich. „Wir sind gut gerüstet und haben genügend Gänse da, niemand muss auf seinen Braten verzichten“, versichert Lutz Witt.

Preis für Braten auf Vorjahresniveau

Dabei ist der Preis für den Festtagsschmaus auf dem Niveau des Vorjahres geblieben: Für den Braten werden pro Kilogramm 11,50 Euro fällig. „Wir wollten eine Erhöhung vermeiden. Lediglich bei den Teilstücken ist der Preis um einen Euro pro Kilo gestiegen, weil einfach auch der Aufwand beim Schlachten und Ausnehmen groß ist“, so Witt. Aktuell werden die Tiere in zwei Schichten verarbeitet: Tagsüber wird geschlachtet und nachts zerlegt und verpackt.

Beklagt die Branche bundesweit einen Rückgang beim Fleischkonsum, merken die Mitarbeiter um Geflügelzüchter Lorenz Eskildsen davon nichts. „Dass der Fleischverzehr leicht rückläufig ist, hat mit dem durch die Skandale der vergangenen Jahr verlorenen Vertrauen der Kunden zu tun“, weiß Lutz Witt. Genau dieses Vertrauen genieße aber der Zuchtbetrieb am Lindigt. „Die Leute wollen eine Gans, die vor Ort aufgewachsen ist und hier auf der Weide war. Kunden legen großen Wert auf Freilandhaltung und einen artgerechten Umgang mit den Tieren“, hat er erfahren. Einen so produzierten Gänsebraten gönne man sich gern, höre er immer wieder. Da kommt dem Betrieb zugute, dass der Bundesverband Tierschutz die Arbeit des Unternehmens schon seit Jahren kontrolliert und immer wieder als artgerecht zertifiziert. Beachtet werden dabei etwa ausreichend Platz, Mastzeit und Elterntierhaltung. Und da die Gänse vor Ort geschlachtet und verarbeitet werden, fallen lange Transportwege weg.

Von Jana Brechlin

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