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Oschatz Maßgefertigte Stufen für Collmer Albertturm
Region Oschatz Maßgefertigte Stufen für Collmer Albertturm
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00:18 16.07.2017
So sehen die neu gegossenen Stufen am Albertturm aus. Quelle: Fotos: Jana Brechlin
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Collm

Ohne Maschinen geht es nicht, ohne Handarbeit auch nicht: Die Sanierung des Treppenaufganges am Albertturm auf dem Collm ist ein Beispiel dafür, wie handwerkliches Geschick und moderne Technik im Zusammenspiel wirken. Gerade wird dort der zweite Treppenabschnitt erneuert. 28 Stufen und ein Podest sollen Trittsicherheit für Generationen von Ausflüglern schaffen.

Dabei mussten die Profis vom Oschatzer Baubetrieb Voigtländer, der den Zuschlag für die Sanierung erhalten hat, zunächst einige Musterstufen anfertigen, die dann vom Landesamt für Denkmalpflege begutachtet wurden. Zwar wird die Treppe mit modernen Materialen erneuert, soll aber auch nicht zu perfekt aussehen, sondern optisch zu dem über 160 Jahre alten Baudenkmal passen. Deshalb ist geplant, den Stufen eine angeraute Oberfläche zu verpassen.

Bevor es so weit ist, muss die bröckelnde Schicht entfernt, Schalung gebaut und Armierung angefertigt werden, bevor der Beton gegossen werden kann. „Jetzt haben wir das System raus“, sagt Rainer Kretzschmar, der gemeinsam mit Dietmar Hausmann vom Oschatzer Baubetrieb am Treppenaufgang arbeitet. „Die Stahlarmierung wird unten für jede Stufe nach Maß gefertigt, einzeln hochgetragen und dann eingefädelt“, beschreibt er. Ein Einheitsmaß gebe es nicht, fast jede Stufe sei anders. Der Beton wird dann mit Hilfe des Kranes, der seit Wochen sichtbar nehmen dem Turm aufgebaut ist, zu dem Abschnitt gehoben, der gegossen wird. „Der Beton hat eine besondere Güte. Wir können gleich am Tag danach ausschalen“, erklärt Rainer Kretzschmar.

In einem dritten Arbeitsschritt sollen dann die verbleibenden 24 Stufen und zwei Podeste gearbeitet werden. Insgesamt führen 99 Treppenstufen auf die Aussichtsplattform des Albertturmes. „Bei der Sanierung jetzt geht es um insgesamt 76 Stufen, die restlichen wurden bereits bei der Erneuerung der Turmkrone mit in Angriff genommen“, informiert Wermsdorfs Bürgermeister Matthias Müller (CDU). Insgesamt 300 000 Euro für Projektierung und Bau sind für den derzeit laufenden zweiten Bauabschnitt vorgesehen, 100 000 Euro kommen vom Bund, 140 000 Euro vom Freistaat. Die Eigenmittel werben seit Jahren die Mitglieder des Collmer Heimatvereins ein. „Das Geld reicht nach jetzigem Stand sogar noch für neuen Putz unterhalb des Treppenaufganges“, sagt Müller mit Blick auf die überall bröckelnde Fassade. Mit weiteren Mitteln könnte man die Gelegenheit nutzen und die Außenhülle komplett erneuern, das Gerüst steht schließlich ohnehin. „Schön wäre es, wenn das Landesamt für Denkmalpflege oder die Deutsche Stiftung Denkmalschutz aktiv werden und uns dabei unterstützen“, hofft der Bürgermeister.

Von Jana Brechlin

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