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Oschatz Maßgeschneiderte Ausstattung aus Görlitz für Olganitzer Löschfahrzeug
Region Oschatz Maßgeschneiderte Ausstattung aus Görlitz für Olganitzer Löschfahrzeug
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00:16 22.11.2016
So ähnlich wie dieses Fahrzeug soll das neue MLF für die Olganitzer Wehr aussehen Quelle: Foto: BTG
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Cavertitz

Am 20. September hatte die Gemeinde Cavertitz einen Fördermittelbescheid für den Kaufeines „Mittleren Löschfahrzeuges“ (MLF) erhalten. Am vergangenen Montag vergab der Gemeinderat bereits den Auftrag.

„Nach Eingang des Bescheides hat die Verwaltung Ende September die Ausschreibung veröffentlicht“, erläuterte Bürgermeisterin Christiane Gürth (parteilos). Sieben Firmen hätten die Vergabeunterlagen abgefordert. Bis zum Submissionstermin am 25. Oktober seien jedoch nur zwei Angebote eingegangen. Nebenangebote seien ausdrücklich zugelassen gewesen, allerdings nur unter der Voraussetzung, dass ein Hauptangebot abgegeben wurde. Außerdem seien sämtliche Angebote, die Fahrzeuge enthielten, die nicht der Abgasnorm Euro 6 entsprachen, nicht zu werten gewesen. Diese Bedingungen müsste aufgrund von Vorgaben des Freistaates und des Landkreises für alle ab 2017 anzuschaffenden Fahrzeuge erfüllt sein. Wie die Bürgermeisterin begründete, hatte einer der beiden Bieter diese Bedingung nicht erfüllt und musste deshalb vom Vergabeverfahren ausgeschlossen werden.

Übrig sei das Angebot der Brandschutztechnik Görlitz Gmbh geblieben, das sich auch im Rahmen des mit 180 000 Euro kalkulierten Budgets bewegte. Gemeindewehrleiter Hans-Günther Hesse, sein Stellvertreter Andreas Jentzsch, der Olganitzer Wehrleiter Rainer Sternberger und die Bürgermeisterin hatten in der vergangenen Woche das Werk in Görlitz besucht, um noch bestehende Fragen mit dem Hersteller zu klären. „Die Firma ist seit 2012 in anderer Hand. Dort weht jetzt ein neuer Wind“, schilderte Hesse seinen Eindruck.

Man werde für knapp 170 000 Euro ein MLF mit Straßenfahrgestell erhalten. Nach Hesses Ansicht reiche das aus. In der Gemeinde Cavertitz gäbe es drei geländefähige Löschfahrzeuge. Es läge bei der Einsatzleitung, diese entsprechend den Erfordernissen einzusetzen. Ausgerüstet werde das MLF für Olganitz mit Kettensäge, Notstromaggregat, einem mit LED bestückten Lichtmast und Steckleitern. Außerdem werde es über eine eingebaute Pumpe und einem Schlauchaufsatz für die Verwendung des Löschmittels F 500 verfügen. Damit sei die Wehr in der Lage, effektiv Löschschaum zu erzeugen – mit weniger Last auf dem Fahrzeug als jetzt.

Dennoch müsse das Fahrzeug von ursprünglich ausgeschriebenen 7,5 auf 8,5 Tonnen aufgelastet werden. Dabei könne es dann allerdings auch 1000 Liter Löschwasser mitführen. Wie Christiane Gürth erläuterte, führe diese Auflastung nach Angaben des Herstellers zu keinen Zusatzkosten, wenn sie bereits vor der ersten Zulassung erfolge. Sie betonte außerdem, dass die Olganitzer Wehr über ausreichend Kameraden mit einer Fahrerlaubnis für ein mehr als 7,5 Tonnen schweres Fahrzeug verfüge. Zumindest seien in dieser Hinsicht die an die Einsatzbereitsschaft geknüpften Forderungen erfüllt. Der Gemeinderat stimmte einstimmig für die Vergabe des Auftrages an die Görlitzer Firma. Der Höchstfördersatz für Fahrzeuge beträgt derzeit 120 000 Euro. Die Firma stellte zunächst eine Auslieferung im November 2017 in Aussicht, habe nun aber den Herbst 2017 zugesagt.

Von Axel Kaminski

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