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Oschatz Matthias Müller über seine Mitgliedschaft im Braunkohleausschuss
Region Oschatz Matthias Müller über seine Mitgliedschaft im Braunkohleausschuss
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17:57 22.12.2011
Matthias Müller

Nordsachsen. Seit Anfang Dezember ist der Wermsdorfer Bürgermeister und nordsächsische Kreisrat Matthias Müller (CDU) Mitglied der Verbandsversammlung des Regionalen Planungsverbandes Leipzig-Westsachsen und auch Mitglied des Planungs- und Braunkohleausschusses. OAZ sprach mit Matthias Müller über die Aufgaben und Hintergründe. Frage: Erst einmal herzlichen Glückwunsch zur Wahl. Aber wie wird man eigentlich Mitglied eines Planungs- und Braunkohleausschusses? Matthias Müller: Das ist eigentlich ganz einfach. Ich bin Kreisrat. Und übernehme jetzt die Aufgaben von Karl-Heinz Börtitz, der aus dem Kreistag ausgeschieden ist. Er war vorher Mitglied in diesem Ausschuss. Die Nachbesetzung mit meiner Person wurde vom Kreistag mit einer Wahl bestätigt. Braunkohle spielt ja in Sachsen derzeit eine wichtige Rolle. Da sitzen Sie wohl jetzt in einem sehr einflussreichen Gremium? Also zu unseren Aufgaben in dem Ausschuss gehört es nicht, die Konzessionen für die Braunkohleförderung zu vergeben. Insofern ist das mit dem Einfluss wohl relativ. Aber im Ernst. Wir beschäftigen uns mit der Folgebewirtschaftung in den ehemaligen Tagebaugebieten. Da ist beispielsweise die Delitzscher Region angesprochen oder mit den aktuellen Tagebaugebieten im Leipziger Süden, der gehört ja auch zum Verbandsgebiet. Die Oschatzer Region spielt also keine Rolle? Zumindest nicht, wenn es um die Braunkohle geht. Für unsere Region wird es dann interessant, wenn die Planung neuer Gebiete für Windkraftanlagen anstehen sollte. Bei der Ausweisung von neuen Gebieten für die Windkraftnutzung hat der Regionale Planungsverband Leipzig-Westsachsen schon ein wichtiges Wort mitzureden. Glauben Sie, dass Sie da viel zu tun haben? Ich glaube, dass es ein gewisses Konfliktpotenzial gibt. Wenn wir auf Atomstrom verzichten wollen, dann müssen wir andere Energieformen wie die Windenergie ausbauen. Doch für unsere Region geht beim Ausbau der Windenergie kaum noch etwas, weil auch gewisse Abstandsflächen eingehalten werden müssen. Ich könnte mir vorstellen, dass sich hier noch etwas tun muss, um einerseits den Energiebedarf abzudecken und anderseits bei der Umwelt und Lebensqualität keine Abstriche zu machen. Wo sehen Sie als Verbandsmitglied Einflussmöglichkeiten? Der Regionale Planungsverband ist beispielsweise ein Träger öffentlicher Belange. Das bedeutet, dass wir bei jedem Vorhaben, dass auf den Weg gebracht wird, angehört werden müssen. Wir können Anregungen geben oder Einwände vortragen. Damit sind wir sehr maßgeblich an allen wichtigen Vorhaben beteiligt. Sind Sie eigentlich der einzige Vertreter aus Nordsachsen in diesem Verband? Nein, das bin ich natürlich nicht. Neben mir sind auch noch der Bürgermeister der Stadt Mügeln Volkmar Winkler (SPD) und der Bürgermeister der Stadt Dommitzsch Harald Koch (CDU) nordsächsische Mitglieder in der Verbandsversammlung. Der Vorsitz der Verbandsversammlung liegt übrigens beim Landrat des Landkreises Leipzig Gerhard Gey (CDU). Interview: Hagen Rösner

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