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Oschatz Mehr Geld für Beschäftigte der Stadt Oschatz
Region Oschatz Mehr Geld für Beschäftigte der Stadt Oschatz
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17:38 21.11.2011
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Oschatz

Die 193 Beschäftigten der Stadtverwaltung Oschatz haben aktuell jeden Monat etwa elf Prozent weniger Lohn auf ihren Konten als ihre Kolleginnen und Kollegen in den umliegenden Städten und Gemeinden. Grund: Die Stadt Oschatz ist seit dem Jahr 2003 nicht mehr im Tarifverbund und hinkt seitdem der Bezahlung im öffentlichen Dienst hinterher. Das ist zwar gut für den Haushalt der Döllnitzstadt, senkt aber die Attraktivität der Jobs im Rathaus (56), in den Kindereinrichtungen (108) sowie im Bauhof und der Stadtgärtnerei (zusammen 29). "Wir stehen im Wettbewerb mit den umliegenden Kommunen, was sich zum Beispiel bei den Erzieherinnen bemerkbar macht", nannte Hauptamtsleiter Manfred Schade zur jüngsten Ratssitzung eine Folge.

In mehreren Schritten soll dieser Entwicklung nun entgegengewirkt werden. Ab Januar erhalten die städtischen Beschäftigten eine Lohnerhöhung von zwei Prozent. Ein Jahr später gibt es noch einmal ein Lohnplus von zwei Prozent (wir berichteten). 25 junge Erzieherinnen in den Kindereinrichtungen der Stadt können sich außerdem über eine Eingruppierung in eine höhere Gehaltsklasse freuen. "Die jetzige Situation der Beschäftigten ist ein Hohn. Idealerweise sollten wir langfristig wieder in den Tarifverbund eintreten", sagte Stadträtin Julia Zieger (Die Linke). "Der Zeitpunkt einer Entgeltanpassung ist erreicht", meinte Torsten Ackermann (SPD).

Um gute Nachwuchskräfte gewinnen zu können, soll ab dem kommenden Jahr zudem eine sogenannte Spitzenprämie eingeführt werden. Neue Beschäftigte, die einen Berufsabschluss mit der Note eins vorweisen können, bekommen einmalig 2000 Euro aufs Konto überwiesen. Seitens der Rathausspitze wird das Einführen der Spitzenprämie als ein Vorteil gegenüber dem Tarifsystem des öffentlichen Dienstes gewertet. "An diesem Beispiel zeigt sich der Vorteil, selber frei entscheiden zu können", heißt es in der Beschlussvorlage.

Die beschlossenen Lohnerhöhungen schlagen im nächsten Jahr mit 120 000 Euro und 2013 mit 180 000 Euro zu Buche. Laut Verwaltung bleibt die Stadt damit im Rahmen ihrer mittelfristigen Finanzplanung für diese beiden Jahre. Auf Antrag der Linksfraktion soll die Verwaltung jetzt ein Personalentwicklungskonzept bis zum Jahr 2020 erarbeiten. Darin soll der anstehende Generationswechsel einfließen. Der Antrag wurde mit einer Stimmenthaltung angenommen.

Frank Hörügel

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