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Oschatz Mehr Geld für Oschatzer Kita
Region Oschatz Mehr Geld für Oschatzer Kita
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16:52 21.10.2013

"Das hilft uns wirklich weiter", sagt die Oschatzer Sozialamtsleiterin Ulrike Lösch. Denn in der Kita "Spatzennest", in der 181 Mädchen und Jungen betreut werden, gibt es nach ihren Angaben relativ viele Kinder mit einem erhöhten Förderbedarf. Am liebsten wäre der Amtsleiterin, wenn eine Erzieherin für die neue Stelle gefunden werden könnte. "Das wird aber schwierig, weil die jungen Erzieherinnen schon vergeben sind", vermutet Ulrike Lösch. Klarheit wird eine Stellenausschreibung liefern, die morgen im Amtsblatt veröffentlicht werden soll. Spätestens zum 1. Januar soll die Stelle besetzt werden.

Im Landkreis Nordsachsen profitieren noch vier andere Einrichtungen von dieser Geldspritze des Freistaates: das Kinderhaus "Zum Regenbogen" Delitzsch in Trägerschaft der Diakonie Delitzsch/Eilenburg, die Kindertagesstätte (Kita) "Bummi" Delitzsch (DRK Delitzsch), die Kita "Bärchen" Eilenburg (Stadt Eilenburg) und die Kita "Max und Moritz" in Torgau.

Der Landkreis Nordsachsen wird insgesamt über Mittel in Höhe von 496 000 Euro über zwei Jahre verfügen. Diese Summe stellt das Land zusätzlich für die Ausgestaltung der sogenannten Richtlinie Bildungschancen zur Verfügung. Der Landkreis muss sich daran nicht mit Eigenmitteln beteiligen.

Ziel ist die Verbesserung des pädagogischen Angebots in Einrichtungen, in denen besonders viele Mädchen und Jungen mit Förderungsbedarf betreut werden. Darüber informierte jüngst der Jugendhilfeausschuss. "Es ist natürlich immer gut, wenn zusätzliche Mittel zur Verfügung gestellt werden. Darüber freuen wir uns. Mit dem Geld können wir mehr Personal einstellen und die Betreuung in den Einrichtungen verbessern", sagte Sozialdezernent Günter Sirrenberg.

Um das Geld zu bekommen, mussten die Einrichtungen Fragebögen ausfüllen. Diese gaben Auskunft über sechs Indikatoren für Entwicklungsbesonderheiten und damit entstehenden Förderbedarf, der nicht durch Maßnahmen der Eingliederungshilfe abgedeckt ist. Diese Indikatoren sind: Sprachauffälligkeit; Zurückstellung vom Schulbesuch wegen nicht altersgerechtem Entwicklungsstand; Übergang vom Kindergarten in die Schule zur Lernförderung, die Sprachheilschule oder die Schule für Erziehungshilfe; Inanspruchnahme spezifischer Fördermaßnahmen wie Frühförderung, Logopädie, Ergotherapie; Anzahl der Elterngespräche wegen Verdacht auf Kindeswohlgefährdung und sozial-emotional auffällige Kinder. Zur Aufteilung der Fördermittel je Kita sind folgende Varianten denkbar: Es wird eine Sozialassistentin neu eingestellt (Kosten je Jahr beispielsweise 38 600 Euro, für zwei Jahre 77 000 Euro). Im Umfang von 22 000 Euro (für zwei Jahre) wird die Arbeitszeit von bereits angestelltem Personal aufgestockt.

Es wird eine Sozialpädagogin eingestellt (Kosten je Jahr beispielsweise 49 600 Euro, für zwei Jahre dementsprechend 99 200 Euro).

Es wird eine Erzieherin neu eingestellt (Kosten je Jahr zum Beispiel 42 500 Euro, für zwei Jahre dann 85 00 Euro). Im Umfang von insgesamt 14 200 Euro (für zwei Jahre) wird die Arbeitszeit von bereits angestelltem Personal aufgestockt.

14 Einrichtungen aus dem Landkreis hatten sich beworben. Neun Kitas wurde mitgeteilt, dass sie keine Förderung erhalten.

Frank Pfütze/Hörügel

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