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Oschatz Mehr Schneewittchen in die Oschatzer Kitas
Region Oschatz Mehr Schneewittchen in die Oschatzer Kitas
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15:00 28.10.2018
Erzieherin Schneewittchen wird auch mit mehr als nur 5,5 Kindern fertig. Quelle: Andre Kempner
Oschatz

Fabulierfreunde kamen diese Woche in der Stadtbibliothek auf ihre Kosten. In der Märchenwoche zum 140-jährigen Bestehen der Ausleihe war Andreas vom Rothenbarth zu Gast. Der Thüringer begeisterte nicht nur Kinder, sondern auch Volljährige – mit Erzählungen für Erwachsene. Natürlich hat er in Oschatz genau hingehört und kann künftig weitere märchenhafte Geschichten von der Döllnitz zum Besten geben, die nicht nur den Kleinsten unter uns gefallen.

Goldkugeln fürs Platsch

Da ist zum Beispiel das Märchen vom umgebauten Platschbad. Nachdem der Stöpsel gezogen wurde, braucht es nun Geduld und eine letzte Fördermittelquelle, um den Umbau wie geplant zu stemmen. Der Innenausbau von Hostel und Kegelbahn kann nicht ohne Subventionen finanziert werden. Da braucht es anstelle des blauen Platschfrosches einen stattlichen Froschkönig, der gleich mehrere Kugeln aus purem Gold gebunkert hat, die sich in Euro ummünzen lassen. Denn Zauberer Silvio Fischer kann zwar vieles, beim Herbeizaubern flüssiger Mittel fürs Bad muss jedoch auch er passen.

Prinzen für Sportlerball

Das nächste Märchen erzählt von tollen Prinzen, die vielleicht nicht betucht oder bildschön, dafür aber sportlich sind. Die Sportarten, die sie bravourös beherrschen, seien dahingestellt. Hauptsache, wir haben kommendes Jahr wieder männliche Kandidaten für die Wahl zum Sportler des Jahres in der Stadthalle. In dieser Kategorie sah es nämlich dieses Jahr mau aus. Neue Männer braucht das Land – die Organisatoren des Sportlerballs würden sich darüber freuen.

Kinderfreundliche Kapitel

Leider kein Märchen, sondern bitterer Ernst ist für die Eltern mit Kindern in den Oschatzer Horten und Tagesstätten die erneute Erhöhung der Beiträge für die Betreuung ihrer Steppkes. Weil die Stadtverwaltung und der Freistaat knausern, müssen Mama und Papa weiter bluten. Eine Petition zur Abschaffung der Beiträge könnte das erste Kapitel eines Märchens von der kinderfreundlichen Stadt Oschatz sein. Man muss es nur wollen, dann wird daraus bald Realität.

Betreuerin für sieben Zwerge

Der Hauptgrund für die gestiegenen Kosten, heißt es aus dem Rathaus, sei der geänderte Betreuungsschlüssel. Statt sechs Kindern darf sich eine Erzieherin in der Krippe nur noch um 5,5 Kinder kümmern (Wie kümmert man sich eigentlich um ein halbes Kind?). Da kommt eine andere patente Märchenfrau genau richtig. Schneewittchen ist die Lösung. Denn die ist – wie wir alle wissen – nicht mit fünfeinhalb oder sechs, sondern sogar mit sieben kleinen Kerlen fertig geworden.

Von Christian Kunze

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