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Melker aus der Region stellen in Leuben ihr Können und Wissen unter Beweis

Landwirtschaft Melker aus der Region stellen in Leuben ihr Können und Wissen unter Beweis

Sie arbeiten Tag für Tag an einem sensiblen Lebensmittel: Wer am Melkstand tätig ist und Kühe betreut, trägt Verantwortung für das Tierwohl und für die Qualität eines Produktes, das zum Alltag vieler Menschen gehört. Die Melker aus den Regionen Döbeln und Oschatz ermittelten in den vergangenen Tagen Ihre Besten.

Beim Zelltest – einer der Disziplinen des Melkwettbewerbes – bewertet Christel Fritzsch (r.) von der Agrargenossenschaft Naundorf-Niedergoseln die Qualität der Milch. Iris Claassen vom Regionalbauernverband wiederum benotet die Einschätzung der erfahrenen Melkerin.

Quelle: Axel Kaminski

Leuben. Donnerstag, kurz nach 5.30 Uhr im Leubener Stall der Agrargenossenschaft Naundorf-Niedergoseln. Das Melkkarussell ist schon seit rund zwei Stunden in Betrieb. Im Zwölf-Sekunden-Takt rückt es einen Platz weiter, so dass die nächste Milchkuh „einsteigen“ kann. Bevor der maschinelle Melkvorgang beginnen kann, müssen die Euter gereinigt, die Tiere vorgemolken und das Melkzeug angelegt werden.

Das war am Donnerstagmorgen nicht anders als an anderen Tagen, aber mit anderem Personal. Am Melkkarussell arbeiteten Tierwirte aus Ostrau, Leschen und Leuben. Vier Teams aus je zwei Melkern waren zum Melkwettbewerb des Regionalbauernverbandes Döbeln-Oschatz angetreten.

Sabrina Obst und Sebastian Schröder nutzen Heimvorteil

Silvia Pusch vom Sächsischen Landeskontrollverband und Anett Zander, Ausbildungsberaterin für grüne Berufe beim Landratsamt Nordsachsen, hatten ein waches Auge darauf, wie die Wettbewerbsteilnehmer die Kühe auf das Melken vorbereiten. Obwohl sie hier ein Heimspiel hatte, sagte Sabrina Obst: „Das ist anders als der Alltag. Ich bin ziemlich aufgeregt.“ Das sei schon fast ein bisschen Vorbereitung auf die Prüfung, die sie am Ende des nächsten Lehrjahres zu absolvieren habe. Gerade beim Fragebogen zur Fachtheorie sei einiges Knifflige dabei gewesen. Ihr 30-jähriger Teamkollege Sebastian Schröder sah den Wettbewerb ein wenig gelassener. „Im Alltag muss auch sauber gearbeitet werden“, betont er und meinte, dass ihn diese Wettbewerbssituation motiviere.

Anders als Sabrina Obst und Sebastian Schröder konnte Anna Rudolph nicht auf den Heimvorteil setzen. Sie hatte zwar 2008 hier ihre Lehre begonnen, aber inzwischen arbeitet die 25-Jährige in Ostrau. Während der Wettbewerb am Außenkarussell ausgetragen wurde, steht sie im Alltag am Innenkarussell. „Das ist ein anderes Melken und ein ganz anderer Umgang mit den Tieren“, erklärte sie.

Qualität der Milch wurde bewertet

Nach der gemeinsamen Arbeit der Teammitglieder am Melkkarussell mussten die Wettbewerbsteilnehmer die folgenden Stationen allein bewältigen. Dazu gehörte, eine Futtermischung zu begutachten, den Zustand eines Stalls und der Technik darin einzuschätzen, die Informationen zu Fruchtbarkeit und Milchleistung auf einer Stallkarte auszuwerten sowie der Zelltest. Dabei war die Qualität der Milch zu bewerten und diese Einschätzung zu begründen.

Qualität ist für Iris Claassen vom Regionalbauernverband ein wichtiges Stichwort zum Melkwettbewerb. „Er dient dem Kontakt der Melker untereinander und soll das Berufsethos fördern“, erläutert sie. Man habe schließlich einen verantwortungsvollen Job, produziere ein sensibles Lebensmittel. Da sich die Teilnehmer in aller Regel gut auf den Wettbewerb vorbereiten würden, komme ihm als Fortbildungsmaßnahme eine wichtige Bedeutung zu.

Den Teamwettbewerb am Melkkarussell konnten die Naundorfer Sabrina Obst und Sebastian Schröder für sich entscheiden, gefolgt von Anne Rudolph und Sebastian Dwillat von der Agrar AG Ostrau .

Von Axel Kaminski

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