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Merkwitzer Titel in Kreisklasse Staffel Ost

Merkwitzer Titel in Kreisklasse Staffel Ost

Dass sich der SV Merkwitz am Ende die Krone der Kreisklasse Ost aufgesetzt hat, ist keine große Überraschung, die Truppe gilt als "Fahrstuhl-Mannschaft" der Region.

Doch angesichts des schwachen Saisonstarts waren die Felle schon fast davongeschwommen. Immerhin wurde nach der Vorrunde neu durchgemischt und dann traten die besten acht Teams aus dem Osten gegeneinander an, um den Meister zu küren.

 

Merkwitz fand noch rechtzeitig das Gaspedal, konnte sich dabei auch darauf verlassen, dass die Konkurrenz mitspielte. Wermsdorf II schenkte per Eigentor in der Nachspielzeit einen Dreier, Mügelns Dritte gab die Punkte ohne Antritt ab. Der SVM schaffte damit hinter Schmannewitz noch souverän den Sprung in die Meisterrunde des Ostens. Im Gegensatz dazu waren der LSV Schirmenitz und SV Traktor Naundorf schon in der Vorrunde gescheitert, bestimmten aber zumindest in der Platzierungsrunde letztlich deutlich das Niveau und bewiesen, dass sie auch in der Meisterrunde einen Platz verdient hätten. Dabei hatte der spätere Sieger der Platzierungsrunde, der LSV Schirmenitz, siebenmal in der Vorrunde verloren, danach folgten zwei torreiche Unentscheiden und erst nach der Winterpause war das Sieger-Gen wiedergefunden.

 

In der Meisterrunde war der FSV Blau-Weiß Wermsdorf II die Überraschung, der sich sogar an die dortige Tabellenspitze setzte. Die Mannen vom Fuße der Hubertusburg sorgten lange für reichlich Wirbel. Erst als sich die personellen Probleme im Wermsdorfer Herrenbereich mehrten, wurden die Kicker wieder geerdet und erzielten mit dem vierten Platz in der Endabrechnung zumindest eine Top-Platzierung. Den Vortritt mussten sie dabei unter anderem der SG Schmannewitz lassen. Die Heidedörfler spielten lange um den Titel, doch wie in den vergangenen Spielzeiten ließen die Wiesner-Schützlinge in der Endphase der Saison nach. Und besonders gravierend dabei war der Umstand, dass gerade als man damit rechnete, dass die SGS noch einmal richtig angreifen würde, ein Aussetzer folgte.

 

In der Elbaue verschenkte man nach 2:0-Führung beim Kellerkind alle Punkte. Schon in diesem Spiel nicht mehr auf dem Platz war Christian Wiesner, der sich beim Heimspiel gegen Terpitz am Knie verletzte und in den letzten Spielen zum Zuschauen verdammt war. Negativer Beigeschmack für ihn war dabei der Umstand, dass er auch bei der Vergabe der Torschützenkrone nicht mehr aktiv eingreifen konnte. Verfolger Michael Winzer (VfB Thammenhain/Kobershain) holte noch die sechs Tore Rückstand auf und überholte Christian Wiesner gar noch am letzten Spieltag per Doppelschlag.

 

An der Spitze der Torschützenliste war von Merkwitzer Akteuren nichts zu sehen, aber dies war kein Nachteil. Der Pluspunkt war letztlich die Breite des Kaders, der auch zum Saisonende kaum Ausfallerscheinungen zuließ. Die Schützlinge von Trainer Mike Reißig zeigten sich aber auch in der Meisterrunde in einer schwierigen Startphase. Nach einem Auftaktsieg in Dommitzsch folgten drei Spiele ohne Sieg. Erneut kämpfte man sich wieder zurück und durfte nach einem zum Saisonverlauf passenden Finale den Pokal stemmen. Rolands Zweite wurde erst in der Schlussphase besiegt.

 

Die großen Unglücksraben der Saison waren die Kicker vom FC Terpitz. Ein unberechtigter Einsatz nach Gelbsperre sorgte für einen Knick. Nachdem das Urteil amtlich war, gab es keinen Sieg mehr und das Täschner-Team rutschte in der Tabelle ab. In einer Tabelle aber siegten die Terpitzer. Sinnigerweise bei den gelben Karten, deren 45 Stück sahen die FCT-Akteure im Laufe der Saison.

 

Torschützenliste: 1. Michael Winzer (VfB Thammenhain/Kobershain) - 20 Tore, 2. Christian Wiesner (SG Schmannewitz) - 19 Tore, 3. David Schrinner (SpG Mehderitzsch II/Weßnig II) - 15 Tore, 4. Benjamin Heinicke (FSV Blau-Weiß Wermsdorf II), Marian Hess (SV Strelln/Schöna II) - 12 Tore, 5. Tobias Heyne (SG Schmannewitz) - 11 Tore.

Sven Zschiesche

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