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Michael Lohschmidt aus Oschatz ist überzeugt: Photovoltaikanlagen lohnen sich noch

Michael Lohschmidt aus Oschatz ist überzeugt: Photovoltaikanlagen lohnen sich noch

Lohnt sich der Aufbau von Photovoltaikanlagen noch? Trotz gesunkener Einspeisevergütung beantwortet Michael Lohschmidt, Inhaber der Solar&Energie GmbH in Oschatz, diese Frage für private Hausbesitzer eindeutig mit ja.

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Der Inhaber des Reiterhofes Lorenz in Strehla Siegmund Lorenz setzt jetzt auf erneuerbare Energie. Die Sonne macht sich der Unternehmer auf dem Dach einer Halle auf dem Reiterhof zu nutze, indem er dort eine Photovoltaikanlage installieren ließ und damit auch einen Beitrag für die Umwelt leisten möchte.

Quelle: Dirk Hunger

Oschatz/Strehla . (red/HG). Lohnt sich der Aufbau von Photovoltaikanlagen noch? Trotz gesunkener Einspeisevergütung beantwortet Michael Lohschmidt, Inhaber der Solar&Energie GmbH in Oschatz, diese Frage für private Hausbesitzer eindeutig mit ja. Für alle ab 1. Januar 2012 in Betrieb genommenen Anlagen gibt es 24,43 Cent je Kilowattstunde. Das sind 15 Prozent weniger als für Anlagen, die noch 2011 errichtet wurden. Die Vergütung wird für alle ab diesem Zeitpunkt in Betrieb genommenen Anlagen 20 Jahre lang plus das Jahr der Inbetriebnahme ungekürzt gezahlt. "Vielfach lassen sich so Renditen erzielen, die wesentlich höher sind als die von sicheren Bankanlagen", so Lohschmidt. Eine besonders hohe Rendite hätten übrigens Photovoltaikanlagen-Betreiber, die einen Teil ihres selbst erzeugten Stroms selbst nutzen. "Sie erhalten bis zu 12,43 Cent pro verbrauchter Kilowattstunde vom Stromanbieter gut geschrieben und sparen sich den Zukauf von konventionellem Strom, der heute oft schon rund 24 Cent kostet. Genau so viel also wie die Höhe der Einspeisevergütung", weiß der Fachmann.

 

Unterdessen erwägt die Bundesregierung, Mitte des Jahres eine weitere Kürzung der Einspeisevergütung vorzunehmen. Ob es sich dann noch rechne, hänge davon ab, ob die Modulpreise weiter sinken. "Dies ist in der Vergangenheit jedoch immer nach einer Senkung der Einspeisevergütung geschehen", weiß Lohschmidt. Er verweist aber auch noch auf einen anderen Effekt. "Bald ist die so genannte Netzparität erreicht. Dies bedeutet, dass der selbst erzeugte Solarstrom nicht mehr teurer ist als der Preis, den Verbraucher für den Strom vom Versorger zu zahlen haben." Der Selbstverbrauch werde damit lukrativ.

Siegmund Lorenz, Inhaber des Reiterhofes Lorenz in Strehla, ließ sich jetzt vom Oschatzer Unternehmen eine Photovoltaikanlage auf ein Hallendach im Gelände des Reiterhofes errichten. Auf einer Fläche von 1200 Quadratmetern sind 451 Module mit einer Leistung von 57 KilowattPeak (das ist die Maßeinheit, die die maximale Leistung einer Photovoltaikanlage angibt) installiert. "Ich wollte mit erneuerbarer Energie Schritt halten, um auch einen Beitrag für die Umwelt zu leisten", begründet der 54-Jährige seine Investition und ergänzt: "Ich kann es nur jedem empfehlen, denn mittelfristig rechnet es sich auch noch zu diesem Zeitpunkt. Schließlich werden damit auch Arbeitsplätze gesichert, wenn man sich für Qualitätsmodule deutscher Hersteller entscheidet."

Die ungebrochen große Nachfrage nach Solarstromanlagen macht es laut Lohschmidt außerdem für Besitzer großer Dachflächen lukrativ, diese zu vermieten. "Unsere Investoren sind ständig auf der Suche nach Dachflächen." Dabei werde zunächst durch einen Statiker die Tauglichkeit des Daches überprüft. Auch die lange geplante Dachsanierung könne schließlich durch eine solche Vermietung finanziert werden, nennt Lohschmidt einen weiteren positiven Effekt für Vermieter von Dachflächen.

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