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Oschatz Mildes Ende für Cannabis-Experiment in Querbitzsch
Region Oschatz Mildes Ende für Cannabis-Experiment in Querbitzsch
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18:40 08.03.2012
In diesem Haus in Querbitzsch entdeckte die Polizei die Cannabisplantage der beiden verurteilten jungen Männer. Quelle: Sven Bartsch

Von Gabi Liebegall

Der junge Mann aus der MDR-Fernsehserie "In aller Freundschaft" muss 90 Tagessätze zu 23 Euro löhnen. Damit kommt er mit einem blauen Auge davon. Ab 91 Tagessätzen würde er als vorbestraft geführt. Sein Spannemann muss 80 Tagessätze zu 10 Euro bezahlen. Dabei hatte Staatsanwältin Romy Neugebauer für K. 120 Tagessätze zu 25 Euro und für seinen Kumpel 110 Tagessätze zu 10 Euro gefordert.

Beide Angeklagte zogen es vor, zur Hauptverhandlung nicht zu erscheinen, sondern sich bei diesem Termin von ihren Anwälten Peter Manthey und Stefan Lorenz vertreten zu lassen. Die unterschiedlich hohen Strafen sind darauf zurück zu führen, dass K. bereits eine Eintragung im Bundeszentralregister hat. Sein Bekannter dagegen war bisher polizeilich noch nicht in Erscheinung getreten.

Manthey hatte als Strafe für K. für 90 Tagessätze zu 20 Euro plädiert. "So könnte sein Führungszeugnis nach fünf Jahren bereinigt werden", erklärte er.

Voran gegangen waren der Verhandlung zwei Strafbefehle, gegen den die beiden Angeklagten in Einspruch gehen mussten, weil die fälschlicherweise eine Strafe von vier Monaten Haft auf zwei Jahre Bewährung vorsahen. Richterin Sigrid Haubold erklärte, dass sie den Fehler einer Kollegin einräumen muss. Ein Strafbefehl dürfe nur Geldstrafe verhängen.

Beide Verteidiger legten sich für ihre Mandanten mächtig ins Zeug. So schilderte Manthey, dass sich K. als Schauspieler in der Serie sein Studium in Freiberg finanziert. Er bekomme Honorar pro Drehtag. Das seien im Jahr etwa 6000 Euro. K. habe die Tat mehr als bereut und "die lästige Gewohnheit aufgegeben", Rauschmittel zu sich zu nehmen. Außerdem sei die Sache für seinen Mandanten noch nicht ausgestanden, weil noch nicht feststehe, wie sich der MDR entscheiden wird.

Auch Stefan Lorenz vertrat seinen Mandanten angemessen und betonte, dass H. den Betäubungsmitteln ebenfalls abgeschworen habe und sich ganz seinem Studium zum Betriebswirt widme.

Richterin Sigrid Haubold zeigte Verständnis und gab den jungen Männern mit ihrem Urteil noch eine Chance. Immerhin habe gerade K. schon ganz schön "Spießruten laufen" müssen. Trotzdem verführe der Anbau von Cannabis letztendlich auch zum Handel, "wenn es dann so viel ist, dass sie nicht wissen, wohin damit", begründete sie.

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