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Oschatz Millionen-Investition verschrottet
Region Oschatz Millionen-Investition verschrottet
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16:54 21.01.2013
Ein Bagger zerpflückt das automatische Hochregallager auf dem Oschatzer DHL-Gelände. Übrig bleibt nur ein Haufen Schrott. Quelle: Sven Bartsch
Oschatz

Von Frank Hörügel

"Zurzeit wird das Hochregallager in der baulichen Hülle demontiert", sagte Manfred Hauschild von der Pressestelle der Deutschen Post auf OAZ-Anfrage. Die Deutsche Post DHL ist Eigentümer des riesigen Grundstückes zwischen der B 6 und der Nossener Straße. Seit 1995 befand sich hier das einzige Logistikzentrum der Deutschen Telekom AG in Ostdeutschland, das ab 2000 unter der Flagge von Danzas arbeitete und schließlich von 2003 bis 2008 von der Posttochter DHL betrieben wurde.

Am 1. März 2008 knipste DHL hier die Lichter aus, über 200 Arbeitsplätze gingen verloren. Seitdem versucht die Deutsche Post das Gelände zu vermarkten. "Es gibt leider noch keinen potenziellen Käufer, die bisherigen Aktivitäten haben sich zerschlagen", sagt Post-Sprecher Hauschild. Im Gespräch war unter anderen auch der Matratzenhersteller Frankenstolz, der für ein zweites Werk in Oschatz einen Standort suchte. Letztendlich entschieden sich die Mainaschaffer aber gegen das DHL-Logistikzentrum und für einen Neubau auf der grünen Wiese am Wellerswalder Weg.

Im Auftrag der Post versucht die Leipziger Niederlassung der BNP Paribas Real Estate, das ehemalige Logistikzentrum in Oschatz zu vermarkten. "Aktuell sind wir im Gespräch mit zwei Investoren für eine Gesamtnutzung der Fläche. Es sieht gut aus, dass hier 2013 wieder Leben einzieht", sagte Frank Thierfelder von BNP Leipzig auf OAZ-Anfrage. Die Namen der Investoren wollte er nicht nennen. Beide Unternehmen seien an einer logistischen Nutzung der Immobilie interessiert. In zwei, drei Wochen könne er Genaueres sagen. Oschatz könne vom derzeitigen Ansturm der Logistikdienstleister auf Leipzig profitieren, hofft Thierfelder.

Diese Hoffnung teilt er mit dem Oschatzer Oberbürgermeister Andreas Kretschmar (parteilos). "Wir wünschen uns, dass die Hallen verkauft oder vermietet sowie die ehemaligen Kasernenunterkünfte und andere Nebengebäude abgerissen werden. Das ist auf einem guten Weg der Prüfung", sagt Kretschmar. Die Stadt hatte den Weg für künftige Investoren bereits im Jahr 2008 geebnet. Für 665 000 Euro wurde der Erich-Billert-Weg neu gebaut, um die Zugänglichkeit des Gewerbegebietes an der Nossener Straße zu verbessern.

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