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Oschatz Miss Josi aus Oschatz hält wenig von Donald Trump
Region Oschatz Miss Josi aus Oschatz hält wenig von Donald Trump
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22:00 15.04.2016
Donald Trump mit Josefin Donat. Das Foto entstand am Rand der Wahl zur Miss Universe in Miami.  Quelle: Foto: Privat
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Oschatz

Kaum ein Tag vergeht, ohne dass Donald Trump mit radikalen politischen Ansichten für Schlagzeilen sorgt. Mal wettert er gegen Moslems, dann gegen Frauen, die illegal abtreiben. Der 69-jährige Republikaner will Anfang November als nächster US-Präsident gewählt werden und haut bei den Vorwahlen kräftig auf die Pauke. Josefin Donat hört dabei ganz genau hin. Denn die geborene Oschatzerin kennt Donald Trump persönlich. Als Miss Universe Germany nahm die heute 22-Jährige an der Wahl zur Miss Universe Ende Januar 2015 in Miami teil und traf dort Donald Trump, damals Eigentümer der Miss Universe Organization, die den Wettbewerb organisiert.

Josefin Donat wohnte bei der Miss-Wahl im Hotel Trump National Doral Miami, das dem Milliardär gehört. „Dort haben wir ihn auch ein- oder zweimal zu Video-Drehs oder der Eröffnung seines Golfplatzes gesehen“, erinnert sich die junge Frau, die jetzt in Berlin lebt und hier als Krankenschwester auf einer Intensivstation arbeitet. Welchen Eindruck hat Trump bei diesen Gelegenheiten hinterlassen: Traummann oder eher Alptraum? „Da kann ich mich leider nicht festlegen. Er ist definitiv nicht die Art Mann, von der ich träume – sowohl positiv als auch negativ nicht“, antwortet Josefin Donat diplomatisch.

An eine Szene kann sie sich noch besonders gut erinnern. „Als Trump das erste Mal den Frühstückssaal betrat, sind sehr viele Mädchen zu ihm hingestürmt und haben Selfies mit ihm gemacht und versucht, mit ihm zu reden.“ Hintergrund für diesen Aktionismus war, dass diese Mädchen vom Vorhandensein der berühmten „Trump picks“ ausgegangen sind. Danach soll sich der Unternehmer bei solchen Gelegenheiten meist fünf bis sieben Mädchen der aussichtsreichsten Kandidatinnen für den Titel Miss Universe heraus gepickt haben, die dann unter die Top 15 gekommen sind. „Ob das stimmt, weiß aber keiner zu 100 Prozent. Mir war es zu blöd, dort auch hinzustürzen. Deswegen habe ich gewartet, bis er telefoniert hat und bin dann mit breitem Grinsen an ihm vorbei zum Buffet“, so Josefin Donat. Trump rief die Oschatzerin in diesem Moment zu sich, damit sie seinem Freund am Telefon Hello sagen könne. „Ansonsten gab es nur Smalltalk zwischen uns“ , berichtet die 22-Jährige.

Josi konnte sich bei dieser Gelegenheit Trump ganz aus der Nähe betrachten, bekam aber seinen legendären blonden Haarschopf – eine Art Helmfrisur – nicht zu Gesicht. „Tja bei uns hatte er meist eine Mütze auf – nicht ohne Grund“, mutmaßt Josi.

Derzeit liegt der Republikaner Donald Trump im amerikanischen Vorwahlkampf klar vor den Mitbewerbern seiner eigenen Partei. Bei den konkurrierenden Demokraten hat Hillary Clinton (68) die Nase vorn. Es könnte also durchaus passieren, dass sich die Amerikaner bei der Wahl ihres nächsten Präsidenten im November zwischen Trump und Clinton entscheiden müssen. Die Würfel sind allerdings noch nicht gefallen. Ihre endgültigen Präsidentschaftskandidaten bestimmen beide Parteien erst im Juli.

Dass der nächste US-Präsident Donald Trump heißt, das will sich Josefin Donat jedoch lieber nicht vorstellen. „Davon halte ich eher wenig. Ich denke, er hat so schon genug Geld und Einfluss und möchte nicht an die Konsequenzen denken, die dies nicht nur für die USA, sondern für die ganze Welt hätte“, sagt die junge Frau.

Von Frank Hörügel

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