Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Oschatz Mit Kremser und Kräutern - Lars Lemke will Gasthof Schweta retten
Region Oschatz Mit Kremser und Kräutern - Lars Lemke will Gasthof Schweta retten
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:24 21.05.2015
Verpächter des Gasthofes Schweta Bernhard Maluck und Betreiber Lars Lemke (von links) freuen sich auf die Neueröffnung mit neuem Konzept. Quelle: Heinz Großnick
Anzeige
Schweta

Von Heinz Großnick

Der ehemalige Wirt des Gasthofes in Schweta stellte den täglichen Betrieb bereits im März 2013 ein.

"Es ist sehr schwierig geworden, Gastronomie in der Region zu halten", resümiert Bernhard Maluck und verweist auf eine weitere Tatsache, die in der Branche allgemein üblich ist. Aufgrund geringer Auslastung reduzieren Gaststätten ihre Öffnungszeiten.

Maluck erbte das Grundstück mit dem Gasthof in Schweta von seinem Vater und setzt nun seine ganze Hoffnung in einen neuen Betreiber. "Ich möchte einen Beitrag leisten, damit nicht überall Untergangsstimmung herrscht", so die Motivation des 54-Jährigen. Händeringend habe er nach einem Nachfolger gesucht, aber niemand für den täglichen regulären Gaststättenbetrieb gefunden. Dennoch ist der Schwetaer froh, dass Lars Lemke aus Großweitzschen jetzt als neuer Betreiber und mit neuem Konzept den Gasthof übernimmt. Der 40-Jährige ist gestandener Gastronom und Caterer, betreibt in Döbeln nach eigenen Angaben erfolgreich den Ratskeller und den Bürgergarten. Zudem kümmere er sich um die Theaterbewirtschaftung sowie bei diversen Großveranstaltungen um den Cateringbereich.

Zwar habe der Schwetaer Gasthof auch in Zukunft nicht mehr täglich geöffnet, stehe aber für Feiern ab 20 Personen wie beispielsweise Hochzeiten, Geburtstage oder Firmenveranstaltungen jederzeit zur Verfügung. Lemke ist optimistisch, dass diese Gastronomie eine Zukunft hat und sein Konzept aufgeht. Während mittlerweile bereits die erste Hochzeit unter dem neuen Betreiber im Saal der Gaststätte gefeiert wurde, lädt der 40-Jährige am kommenden Sonntag zum Pfingstbrunch ein (Beginn: 10 Uhr). "Unsere Speisen sind ausnahmslos frisch, ansprechend und niveauvoll", verspricht der Gastwirt, der mit seinem Angebot in Richtung mediterraner Küche (Frisches Gemüse, Kräuter und Fisch) punkten möchte. Doch nicht nur das Kulinarische sollen die Gäste in guter Erinnerung behalten. Rund um das Gasthofgelände soll den Besuchern noch mehr geboten werden. "Hinter dem Gasthof befindet sich der Park von Elisabeth James, der Ehefrau des früheren Rittergutsbesitzers von Schweta. Wir haben außerdem für unsere jüngsten Besucher einen sehr schönen Kinderspielplatz und einen Verkehrsgarten, alles familienfreundlich", versichert Maluck, der auf Wunsch auch zur Kremserfahrt in die Region einlädt. Eine enge Zusammenarbeit soll es zudem mit der Döllnitzbahn geben, deren Haltepunkt sich direkt hinter dem Gasthof befindet.

Dass sowohl Maluck als auch Lempe mit ihren Ideen bei den Einwohnern auf Wohlwollen stoßen, bestätigt Manuela Müller aus dem Nachbarort Hof. Sie hat sich gerade Plätze für den Pfingstbrunch reservieren lassen und sagt: "Wir sind froh darüber, dass wir wieder ein gastronomisches Angebot haben. Schließlich ist die Region nicht gerade mit Gaststätten reich gesegnet."

Und Maluck verweist auf weitere Vorteile, den der Gasthof in Schweta zu bieten hat. Immerhin gibt es genügend Parkplätze, auch für Reisebusse, und im Saal der Gaststätte ist Platz für 160 Personen, was in der näheren Umgebung seinesgleichen sucht.

Heinz Großnick

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Dass eine Straße nach einem lebenden Menschen benannt wird, gehört zu den großen Ausnahmen. Am Feuerwehrgerätehaus Calbitz/Malkwitz gibt es allerdings eine Heinz-Noll-Straße, die jetzt feierlich mit dem Namensgeber eingeweiht wurde.

21.05.2015

In Kürze können im Oschatzer Rathaus wieder die Sprechstunden der Friedensrichter für die Oschatzer Region in Anspruch genommen werden. Der Oschatzer Stadtrat hatte auf seiner vergangenen Sitzung Ramona Walter (53) als neue Friedensrichterin und Marcel Rothe (28) als Stellvertreter der Friedenstrichterin bestätigt.

19.05.2015

Noch eine Schicht, noch einmal Brotteig anrühren, in die Formen packen, gehen lassen und in den Ofen schieben. Noch einmal abends 19 Uhr ins Bett und nachts raus, wenn sich andere ihren Träumen hingeben.

19.05.2015
Anzeige