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Mit Leib und Seele für den Nachwuchs

Mit Leib und Seele für den Nachwuchs

Der 57-Jährige erzählt vom Fußball, einer neuen Herausforderung, Plänen und Zielen. Die Begeisterung, mit der er berichtet, sagt dem aufmerksamen Zuhörer: "Ich bin bereit.

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Ulrich Löser bringt viel Erfahrung und ein großes Herz für Kinder und Fußball mit zum Döbelner SC. Im Gruner-Sportpark ist er damit in bester Gesellschaft.

Quelle: Sven Bartsch

Ulrich Löser strahlt. Und voller Tatendrang." Beste Voraussetzungen, das neue Projekt des Döbelner SC mit Leben zu erfüllen. Der mitgliedsstärkste Verein in Mittelsachsen stellte gestern sein Döbelner Nachwuchszentrum Fußball (DNZ) vor. Ulrich Löser, B-Lizenz-Trainer des Deutschen Fußball Bundes, ist eine der Säulen des DNZ und wird es als hauptamtlicher Trainer leiten.

 

Seit September schon ist Ulrich Löser regelmäßig im Gruner-Sportpark anzutreffen. Momentan betreut er vor allem Erst- und Zweitklässler. Auch zukünftig wird sein Schwerpunkt auf der Arbeit mit den F- und E-Junioren liegen - in dem Bereich, in dem die Grundlagen geschaffen werden, um aus Talenten gute Fußballer zu machen. Löser stammt aus dem Erzgebirge, ist in Wolkenstein aufgewachsen und hat dort von der Pike auf selbst Fußball gespielt. Der Liebe wegen verschlägt es ihn vor 35 Jahren nach Dahlen. Der ausgebildete Grundschullehrer arbeitet im Schulamt, später bis 1993 als Schulleiter an einer Oschatzer Grundschule. Vor 25 Jahren beginnt er, als Trainer im Fußball zu arbeiten, macht dies schließlich in Dahlen beim FSV Wacker auch hauptberuflich, nachdem er 1993 die B-Lizenz erworben hat. Weil die im Jahr 2000 vom DFB zur "C-Lizenz Leistungsfußball" herabgestuft wird, legt er 2011 mit 54 Jahren noch einmal die "richtige" B-Lizenz ab. Mit Bravour.

 

Diese Lizenz befähigt Ulrich Löser, nicht nur Kinder und Jugendliche systematisch auszubilden, sondern auch Trainer. Und genau diese Tatsache macht ihn so besonders wertvoll für den Döbelner SC. "Ohne gute Trainer gibt es keinen guten Fußball", sagt Löser, der nebenher weiterhin seiner Arbeit als DFB-Stützpunkttrainer in Eilenburg und Oschatz nachgehen wird. "Hier beim DSC haben wir schon eine gute Grundlage. Aber wir wollen das, was schon gut ist, einfach noch besser machen." Alle Fußball-Übungsleiter sollen perspektivisch eine Trainer-C-Lizenz ablegen, mindestens jeder erste Trainer einer jeden Mannschaft sollte diese besitzen. Junge Leute aus den eigenen Reihen sollen als Übungsleiter gewonnen werden. "Dass das alles nicht von heute auf morgen passieren wird und kann, muss allen klar sein." Allein im nächsten halben Jahr soll sich viel bewegen. Ulrich Löser hat ein sportlich-erzieherisches Konzept erarbeitet, das den ehrenamtlichen Nachwuchstrainern, die regelmäßig Schulungen erhalten sollen, bereits vorgestellt wurde. Er freut sich auf seine neue Aufgabe, das Potenzial, das sie birgt. Genauso wie diejenigen, die das Konzept entwickelt und ihn dafür angeworben haben, brennt er für das Nachwuchszentrum. Deshalb auch sein Entschluss, von Oschatz, wo er bis zur Sommerpause beim FSV eine vergleichbare Funktion ausgeübt hat, nach Döbeln zu kommen. "Die Offerte hier war einfach nochmal eine richtig große Sache für mich. Ich kann meinen Beruf und mein Hobby in Einklang bringen. Das ist toll."

 

Die Ziele des DNZ sind abgesteckt, der Weg dahin ebenso (siehe unten). Ulrich Löser weiß, dass es Zeit braucht, alles in die richtigen Bahnen zu bringen. Das Ziel des Döbelner SC, wie früher auch wieder DFB-Talentestützpunkt zu werden, ist deshalb ein mittelfristiges. Priorität hat die Breite. Jedes Kind soll spielen können. Dass er für das Nachwuchszentrum die uneingeschränkte Rückendeckung des Trainerstabes der ersten und zweiten Männermannschaft hat, empfindet er als unheimlich hilfreich. Was diese Rückendeckung bedeutet? Statt Gelder aufzuwenden, um Spieler für die erste Männermannschaft ranzuholen, werden diese lieber ins Nachwuchszentrum investiert. Schließlich sollen irgendwann aus eben jenem junge, gut ausgebildete Fußballer aufrücken in die Männermannschaften des Vereins.

skibi

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