Volltextsuche über das Angebot:

21 ° / 8 ° heiter

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Mit Raupe, Dumper und Bagger in die Sandgrube

Mit Raupe, Dumper und Bagger in die Sandgrube

Früher besaß fast jeder Ort eine oder mehrere kleine Sandgruben. Mit kleinen Traktoren oder Pferdegeschirren wurde der Sand abgeholt, um meist beim Hausbau Verwendung zu finden.

Mit der Gründung der LPG, der Erweiterung der Betriebe und mit dem verstärkten Bau von Wohnungen reichten die vorhandenen kleinen Sandgruben nicht mehr aus, um den gestiegenen Sand- und Kiesbedarf zu decken. Die Beschaffenheit des Sandes erfreute jedoch nicht immer die Bauleute. Viele Verunreinigungen minderten die Qualität des Sandes.

 

So ging man in den Jahren um 1960 auf die Suche nach größeren und qualitativ besseren Kieslagerstätten. Der Leiter der Sandgrube Altoschatz befuhr die Straße von Luppa nach Dahlen. Am Ortsausgang wurden neue Wohnhäuser gebaut. Die Kräne, welche die Baugruben aushoben, brachten herrlichen Kies zu Tage. Die anwesenden Brunnenbauer förderten gleichfalls Sand aus noch größerer Tiefe.

 

So wurden die Geologen beauftragt, im Raum Luppa, Malkwitz nach Kies zu bohren. Dabei wurden in diesem Raum größere Kiessandlager entdeckt. Die Geologen errechneten, dass bei einer Fördermenge von 150 000 Kubikmeter pro Jahr die Kiesgewinnung weit über 30 Jahre möglich wäre.

 

Der Altkreis Oschatz brauchte größere Mengen Kies. Man hatte sich schon damit befasst, diese Mengen aus anderen Kreisen zu beziehen. Die riesigen Lager von Kies im Luppaer Raum, die durch die Eiszeit hier entstanden waren, machten ab 1962 die Förderung durch die Sandgrube Luppa möglich.

 

Mit Raupe, Dumper und Bagger wurde die Mutterbodenschicht abgetragen und man stieß auf eine durchschnittliche Kiessandschicht von bis zu 18 Meter Höhe. Gemäß geologischen Gutachten konnten davon 15 Meter genutzt werden.

 

Davon stehen etwa sechs Meter oberhalb des Grundwasserspiegels, welcher nicht abgesenkt werden darf. Mittels großer Eimerkettenbagger wurde der Kies gefördert. Das Abbaufeld I (heute Naturbad) wurde zuerst aufgeschlossen. Der Abbau war bis zur Straße Dahlen-Malkwitz vorgesehen. Wegen Braunkohle im Kies, wodurch der Kies zum Betonieren ungeeignet war, begann man das zwischen Abbaufeld I und Luppaer Ortsrand gelegene Abbaufeld II zu erschließen. Als dieses zum größten Teil erschöpft war, begann man links der Straße Luppa-Dahlen, unmittelbar hinter dem Ortsrand, mit dem Abbaufeld III und später noch mit dem Abbaufeld IV in Richtung Dahlen. Hier war der Abbau bis zur Eisenbahnstrecke Leipzig-Dresden vorgesehen. Im Jahr 2000 wurde nur noch in den Feldern III und IV gefördert. Aus dem Jahre 1986 wird berichtet, dass die Kiesgrube Luppa in zwei, ja oft sogar in drei Schichten arbeitet, dass etwa 30 Belegschaftsmitglieder hier arbeiten und etwa 470 000 Tonnen Sand pro Jahr gefördert werden.

 

Saugspülbagger in den Feldern III und IV sollen den Sand aus bis zu 25 Meter Tiefe gewinnen. In zwei Schichten wird der Kies zum Betonwerk Oschatz, nach Wurzen, Leipzig und anderen Orten durch große Lkw transportiert.

 

Nach 1980 begann man mit der Bahnverladung von Kiesganzzügen, die vom Bahnhof Dahlen nach Berlin und zu anderen Wohnungsgroßbaustellen, rollten.

Arndt Schuster

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Oschatz
  • Touristik & Caravaning
    Themen, Tickets, Öffnungszeiten: Die wichtigsten Infos zur Messe Touristik & Caravaning (TC) 2017 im Special auf LVZ.de

    Urlaubsstimmung im Novembergrau: Alle Infos und News zur Reisemesse Touristik & Caravaning (TC) 2017 in unserem Special. mehr

  • Jahrtausendflut 2002

    Entlang von Mulde, Elbe und Pleite brach im August 2002 eine verheerende Flutkatastrophe herein. Die LVZ zeigt eine Bestandsaufnahme. mehr

  • Sparkassen Challenge
    Logomotiv der Sparkassen Challenge 2017

    "Sport frei!" heißt es auch 2017 bei zahlreichen Wettkämpfen der Sparkassen-Challenge. Alle Events mit vielen Fotos finden Sie hier! mehr

  • Schau! Das Leipziger Museumsportal
    Schau! Das Leipziger Museumsportal

    Alle Informationen zu den Museen in Leipzig, ihren Ausstellungen und Events auf einen Blick im Special der LVZ. mehr

  • LVZ-Kreuzfahrtmesse
    Infos zur LVZ-Kreuzfahrtmesse

    Kommen Sie an Bord: Am Sonntag, 22. Oktober 2017, laden LVZ und Vetter Touristik zur 1. Kreuzfahrtmesse in das LVZ Verlagsgebäude ein. mehr

  • Zeitung in Schulen

    Herzlich willkommen bei den Schulprojekten der Leipziger Volkszeitung und ihrer Regionalausgaben. mehr

  • Leserreisen
    Leserreisen

    Kreuzfahrt in der Karibik, Städtetour durch die Toskana oder Busreisen in Deutschland - die Leserreisen der LVZ bieten für jeden Anspruch genau das... mehr

  • LVZ-Fahrradfest 2017
    Logo LVZ-Fahrradfest

    Das 13. LVZ-Fahrradfest lud am 14. Mai 2017 wieder Radler ein, gemeinsam in die Pedalen zu treten. Fotos, Videos und Infos finden Sie in unserem Sp... mehr

19.10.2017 - 12:06 Uhr

Die Leipziger Polizei hat nach den Attacken auf Roter Stern Leipzig in Schildau unter anderem Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung und Sachbeschädigung aufgenommen.

mehr