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Oschatz Mit dem 50er-Jahre- Mifa-Fahrrad in Oschatz
Region Oschatz Mit dem 50er-Jahre- Mifa-Fahrrad in Oschatz
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17:33 09.05.2014
Von Lutz Müller

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Die Praktikantin Emily Griehl kam jeden Tag mit ihrem Rad zur Redaktion der OAZ. In den Mittagspausen war dieses Fahrrad ein großes Gesprächsthema und sorgte für viel Bewunderung beim Personal, woraufhin sie Emily nach der Geschichte des Rades fragten. Emily erzählte, dass es ein altes Fahrrad ihres Vaters Heiko Griehl sei, es sehr bequem ist und sie es daher den Mountainbikes vorzieht. Die Mitarbeiter fanden es so interessant, dass sie selbst einmal nachhakten. Die Aussage des Verkaufsleiters der Firma Mifa Dieter Wittig beinhaltete folgendes: "Es sind natürlich einige Anbauteile geändert worden, die erst im späten DDR-Zeitalter auf den Markt kamen. Der Rahmen und die Rahmenteile, sowie die Basis des Rades sollte kurz vor dem zweiten Weltkrieg entstanden sein. Sicherlich wurden die Räder auch noch Anfang der 50er bis Anfang der 60er Jahre gebaut."

Diese Aussage sorgte auch bei Heiko Griehl für großes Erstaunen, denn er dachte nicht, dass es so alt ist. Daraufhin erzählte er die Geschichte, wie er zu dem Rad kam. Der Mannschatzer berichtet, er habe ein altes, nicht mehr funktionstüchtiges Rad auf dem Sperrmüll entdeckt, welches er mitnahm und dann selbst wieder zusammenschweißte und alte Ersatzteile daran anbaute. Diese stammen ebenfalls vom Sperrmüll beziehungsweise vom Fahrradhändler.

Sobald es verkehrssicher war, diente es Heiko Griehl viele Jahre als "Herrentagsfahrrad". Als er sich jedoch ein neues "altes" Fahrrad kaufte, wurde dieses schöne Mifa-Fahrrad vergessen und staubte im Keller der Familie ein. Emily gefiel das Fahrrad schon immer gut. Da die Familie kurzzeitig ein Ersatzrad brauchte, wurde es wieder ausgegraben, Luft aufgepumpt, repariert und wieder verkehrssicher gemacht. Letztendlich war das Rad dann übrig und so konnte Emily endlich damit fahren. Seit knapp einem Monat darf sie nun schon mit diesem Rad durch die Umgebung düsen, immer mit den Worten ihres Vaters im Rücken: "Pass ja auf das Fahrrad auf, es ist sehr wertvoll."

Laura Müller

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