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Oschatz Mit dem Wilden Robert durchs Mügelner Land unterwegs
Region Oschatz Mit dem Wilden Robert durchs Mügelner Land unterwegs
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16:27 26.12.2016
Mit dem Wilden Robert unterwegs: Lokführer Werner Springer (r.) und Heizer Matthias Müller. Quelle: Bärbel Schumann
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Mügeln

Traditionell dampfte am zweiten Weihnachtsfeiertag der Wilde Robert auf seiner Glühweinfahrt. Dominik Thuma wartet auf den Pizzaboten am Mügelner Bahnhof. Eigentlich wird in seiner Familie wie anderswo zu den Feiertagen ein Braten aufgetischt. Doch der 15-Jährige nutzt den Besuch in der alten Heimat, um seine Freunde vom Förderverein Wilder Robert bei den Glühweinfahrten am zweiten Weihnachtsfeiertag zu unterstützen.

„Wir wohnen jetzt in Baden Württemberg, besuchen Oma und Opa“, erzählt er beim Warten. Wenn er in Sachsen sei und es sich ergibt, dann hilft er beim Verein, in dem er immer noch Mitglied ist. Viel Schlaf habe er in den vergangenen Stunden nicht gehabt, denn er unterstützte Thomas Keilwagen am Vorabend ab 22 Uhr beim Anfeuern der Dampflok und leistete ihm bei der Nachtwache Gesellschaft. Inzwischen ist nicht nur der Pizzabote eingetroffen, sondern auch der aus Oschatz kommende Wilde Robert mit Weihnachtsausfüglern auf Glühweinfahrt.

Auf der Lok haben seit 6 Uhr Heizer Matthias Müller und Lokführer Werner Springer Dienst. „Seit 13 Jahren bin ich Weihnachten im Einsatz auf dem Wilden Robert. Heute bin ich für den Förderverein dabei“, erzählt der Bornaer Müller. Seit 1994 gehöre er dem Verein an. Während Matthias Müller auch beruflich bei der Döllnitzbahn arbeitet, ist das Engagement als Lokführer für Werner Springer ganz und gar Hobby. Zu Hause ist der Maschinen- und Anlagenmonteur in Auerswalde, einem Ortsteil von Lichtenau. Als Zugführer agiert an diesem Tag Falk Hoffmann. Zudem gibt es im Packwagen des Zuges fleißige Helfer, die sich um die Versorgung der Besucher kümmern. Bei jedem Halt, besonders aber in Mügeln auf dem Bahnhof während einer längeren Pause, bekommen sie besonders viel zu tun. Immerhin gilt es diesmal, rund 70 Mitreisende zu versorgen. „Am Vormittag waren es bedeutend weniger. Das Wetter ist diesmal nicht optimal“, sagt der Zugführer. Dann kommen schon die Gäste, fragen nach Glühwein und Würstchen. Einige sitzen schon lange im Zug. Zu ihnen gehört Familie Eisermann aus Neugersdorf in der Oberlausitz. „Wir machen heute mit unserem Enkel Paul, seinen Paten und einigen Familienmitgliedern einen Ausflug per Bahn. In Neugersdorf sind wir 9.30 Uhr gestartet, in Dresden umgestiegen und dann ging es weiter bis nach Oschatz“, erzählt Opa Reiner Eisermann. Für Tochter Elisa und ihren Sohn Paul ist es zudem ein Besuch in der alten Heimat. „Wir haben sieben Jahre in Oschatz gelebt und waren auch viel mit der Schmalspurbahn unterwegs. Paul ist ein echter Bahnfan. Wenn Not war, habe ich bei Veranstaltungen das Versorgungsteam unterstützt“, erzählt die junge Frau. Auch Freundin Peggy Grille aus Oschatz freut sich über das Wiedersehen und die gemeinsame Zeit bei der Tour. Während der Fahrt geht der Gesprächsstoff nicht aus. Für die Truppe geht die Fahrt weiter bis Glossen und dann wieder bis Oschatz mit der Kleinbahn. Für besonders weit gereiste Gäste aus Frankreich endet die Fahrt in Mügeln. Florian König und seine Frau Tiffany Chabailie-König sind mit ihren Kindern in Torgau zu Besuch. Bereits zu Ostern schlossen sie mit dem Wilden Robert Bekanntschaft. Und weil die Fahrt ihnen gefiel, unternahmen sie nun beim Weihnachtsurlaub gleich noch einmal eine solche.

Von Bärbel Schumann

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