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Mitarbeiter des sozialpsychiatrischen Dienstes ziehen um

Mitarbeiter des sozialpsychiatrischen Dienstes ziehen um

Klinkenputzen, Klinkenputzen und nochmals Klinkenputzen - für die Mitarbeiter des Sozialpsychiatrischen Dienstes Torgau, der auch für den Bereich Oschatz zuständig ist, gibt es derzeit nichts Wichtigeres.

Torgau. Klinkenputzen, Klinkenputzen und nochmals Klinkenputzen - für die Mitarbeiter des Sozialpsychiatrischen Dienstes Torgau, der auch für den Bereich Oschatz zuständig ist, gibt es derzeit nichts Wichtigeres. Seit Anfang des Jahres zeichnet das Behindertenzentrum Delitzsch (BZD) für die vom Landkreis neu vergebene Beratungsleistung verantwortlich. Seitdem sind Geschäftsführer Hannes Markert und sein Team ständig auf Achse, um bei Verbänden, Institutionen und Kommunen vorstellig zu werden. Schließlich gilt es, schnellstmöglich auf das Angebot aufmerksam zu machen und Netzwerke zu knüpfen.

 

Im Michlhaus, im Torgauer Südring, stehen der Diplom-Sozialarbeiterin Marlis Maury, Ergotherapeutin Anne Golzsch, Sozialpädagoge Matthias Höfel und Jörg Rauschenbach, Facharzt für Neurologie und Psychiatrie, zwei Räume für ihr Beratungsangebot zur Verfügung. Ihre Zielgruppe sind Leute mit psychischen Problemlagen.

Unter anderem geht es um das Herauslösen aus Lebenskrisen, die Koordination psychosozialer Maßnahmen sowie die soziale Beratung und Betreuung chronisch psychisch Kranker und behinderter Menschen. "Wir wollen den Hilfesuchenden beispielsweise beim Aufbau von Eigenverantwortlichkeit behilflich sein", erläutert Hannes Markert. Ebenso solle deren Motivation und Antrieb erhalten beziehungsweise gefördert werden. Das BZD könne dabei auf eine jahrelange Erfahrung bauen, die es seit 1992 in Delitzsch sammeln konnte. Pro Jahr zählt man an den Standorten Delitzsch, Eilenburg und Schkeuditz nach eigenen Angaben durchschnittlich 400 bis 500 Hilfesuchende.

Nun umfasst das Hilfsangebot auch den Bereich Torgau/Oschatz. Dieses lag bis 2011 noch in den Händen des Gesundheitsamtes des Landkreises. Der Behörde obliegt nunmehr die Fachaufsicht über das BZD-Angebot. Allerdings gibt es einen gravierenden Unterschied zwischen Torgau und Delitzsch: In Delitzsch geht die Beratung aufgrund der Einbindung des dortigen Medizinischen Zentrums mit der Möglichkeit einer Therapie einher. In Torgau handelt es sich um einen reinen sozialpsychiatrischen Dienst, der eine Brückenfunktion zu weiterbehandelnden Institutionen einnimmt. Insgesamt 90 Stunden pro Woche stehen den Mitarbeitern hier zur Verfügung. Davon entfallen allein 70 auf Torgau und 20 auf Oschatz. Hinzu kommen 10 weitere Stunden für die Dienstleistung des Facharztes.

Christian Wendt

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