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Mitnetz Strom schult Liebschützberger Feuerwehr

Feuerwehr Mitnetz Strom schult Liebschützberger Feuerwehr

Davon hat schon (fast) jeder gehört: Brände, an elektrischen Anlagen, sind anders als jene, die durch eine Kippe verursacht worden. Während der Bürger daran denken könnte, dann genauer auf den Feuerlöscher zu schauen, müssen die Profis von der Wehr mehr wissen.

Im Schulungsraum der Laaser Wehr referiert Maik Rudolf von Mitnetz Strom über Gefahren an elektrischen Anlagen und gibt Sicherheitshinweise.

Quelle: Axel Kaminski

Laas. Vielfältig sind die Aufgaben, die Feuerwehrleute zu bewältigen haben. Genauso weit gefächert sind die Kenntnisse, die sie sich in ihren Diensten aneignen zu müssen. Ziel ist, dass bei ihren Einsätzen bei technischen Hilfeleistungen, Bränden verschiedener Art oder Unfällen sowohl Leben und Gesundheit von Menschen als auch Sachwerte geschützt werden – und die Kameraden gesund zurückkehren. Zu einem speziellen Einsatzgebiet – der Brandbekämpfung sowie Hilfeleistung im Bereich elektrischer Anlagen – erhielten die Wehren der Gemeinde Liebschützberg jetzt eine Schulung vom Fachmann Maik Rudolf, Sicherheitsfachkraft beim Netzbetreiber Mitnetz Strom.

Elektrische Anlagen nicht beschädigen

Prinzipiell liefen seine Erläuterung auf zwei Grundaussagen heraus: Die Wehren müssen bei Maßnahmen direkt an stromführenden Anlagen auf die Freigabe durch den Netzbetreiber warten und sollten unter keinen Umständen, auch nicht um schneller handeln zu können, elektrische Anlagen beschädigen. Den Grund für diese Forderung erläuterte Rudolf vor Ort an einer der Laaser Trafostationen. Deren Türen – wie andernorts schon geschehen – mit einer Brechstange zu öffnen, birgt die große Gefahr, dabei mit stromführenden Bauteilen in Berührung zu kommen. Erwische man dabei den Mittelspannungsteil, könne das heftige Konsequenzen haben – nicht nur für die Stromversorgung im Ort.

Im Schulungsraum der Laaser Wehr erläuterte der Experte vom Stromnetzbetreiber die Gefahren bei der Arbeit an elektrischen Anlagen. Ausgehend vom elektrischen Widerstand des menschlichen Körpers stellte er die Wirkungen von der Reizschwelle bis hin zu Herzkammerflimmern und -stillstand dar. Dabei berge nicht nur die Hochspannung Gefahren. Rudolf erläuterte, welche Effekte bei der sogenannten Lichtbogenwirkung eintreten.

Neben Gefahren zeigte der Ingenieur Regeln und Verhaltensweisen zum Selbstschutz auf. Wie weit darf man sich einer intakten und einer defekten Stromleitung nähern? Aus welcher Entfernung können Brände an Stromleitungen mit Wasser bekämpft werden? Mit welchen Hilfsmitteln kann die Stromversorgung eines Hauses sicher vom Netz getrennt werden?

Überschüssige Energie wird abgeleitet

Ein weiterer wichtiger Komplex dieser Schulung für die Kameraden waren die modernen Formen der Energieerzeugung, die auch im ländlichen Raum stark verbreitet sind. Angesichts des starken Aufbaus von Kapazitäten zum Erzeugen von Strom durch Wind, Sonne und Biogas sprach Maik Rudolf davon, dass die Netze in den Orten oft schon mehr für die „Energieentsorgung“, also für das Ableiten der überschüssigen Mengen, genutzt werden als für die Energieversorgung. Er verwies darauf, dass bei den weit verbreiteten Photovoltaikanlagen gekennzeichnet sein müsse, wo sich der Hausanschluss befinde. Keine Kennzeichnungspflicht bestehe dagegen dafür, ob und wo der auf den Solarmodulen erzeugte Gleichstrom fließe. Unter Einhaltung der bereits erwähnten Sicherheitsabstände sei es jedoch möglich, auch Brände im Bereich zwischen den Modulen und dem Wechselrichter zu bekämpfen.

Ein weiterer Teil der Schulung beschäftigte sich mit dem Erscheinungsbild von Masten und Trafos. Maik Rudolf erläuterte, wie man anhand des Erscheinungsbildes zuverlässig erkennen kann, welche Spannungen dort transportiert werden. Die knapp 20 anwesenden Kameraden machten von der Möglichkeit, einen Fachmann direkt – auch zu sehr speziellen Problemen – fragen zu können, regen Gebrauch.

Von Axel Kaminski

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