Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Oschatz Mittelalter und Konsumgesellschaft – der Kreis schließt sich in Oschatz
Region Oschatz Mittelalter und Konsumgesellschaft – der Kreis schließt sich in Oschatz
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
08:00 09.07.2017
Christian Kunze. Quelle: ALL
Anzeige
Oschatz

Alles nur geklaut: Vom Rosenfeld der Firma Müller verschwinden 50 Pflanzen, aus dem Garten der Kita Spatzennest im Fröbelweg holen sich Langfinger zwei Sonnensegel und im Schuppen des Sportvereins Merkwitz fehlt plötzlich der Rasentraktor. Da haben Besucher mit klebrigen Händen zugegriffen. Keine Ahnung, was die Diebe mit solcher Beute anfangen. Klar ist nur: Wer Kindern den Sonnenschutz mopst, braucht ihn gar nicht, denn er hat schon einen Schatten.

Im Mittelalter gab es keine Sonnensegel, aber andere markante Merkmale: „Juckende Kleidung und jeden Tag Eintopf“ titelte die OAZ über das Feriencamp rund um die lange zurückliegende Epoche im E-Werk. Diese Schlagzeile hätte auch ihre Berechtigung für die schonungslose Schilderung skandalöser Zustände der Gegenwart – etwa bei der Homestory eines Hartz-IV-Empfängers.

In einer anderen, nicht so lange zurückliegenden Epoche gab es keine Hartz-IV-Empfänger. Zu DDR-Zeiten dominierten im Osten Deutschlands KONSUM-Verkaufsstellen das Bild. Eine von ihnen steht heute noch in Ablaß – und soll jetzt dem Erdboden gleich gemacht werden. Klar, dass da bei den Einwohnern Wehmut aufkommt. Denn um Waren des täglichen Bedarfs zu ordern, müssen sie heute in den neudeutsch weniger wohlklingenden „Discounter“ gehen.

Geblieben ist von den Gebäuden allein der Name. KONSUM, vorangestellt unserer modernen Gesellschaft, sagt nicht mehr aus als „Kaufe Ohne Nachzudenken Sofort Unseren Mist“ – und wenn es nur die Rosen aus dem Blumenladen um die Ecke sind. Das ist aber immer noch besser, als sie bei Nacht und Nebel unentgeltlich vom Feld zu pflücken.

Von Christian Kunze

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Sie flüchteten vor drei Jahren aus ihrer Heimat – jetzt haben sie einen deutschen Schulabschluss. Die drei afghanischen Geschwister Fateme, Mahnaz und Mahdi Amirian streben nach der sehr erfolgreich absolvierten Oberschule in Oschatz weitere Qualifikationen an. Das Rüstzeug dafür haben sie.

08.07.2017

Am Samstag wurde im Kloster Sornzig zum dritten Mal ein Paar getraut. Dafür wurden lange im Vorfeld alle Vorkehrungen getroffen. Herbergsmutter Heike Neiss sorgte dafür, dass das Trauzimmer ganz den Vorstellungen des Brautpaares entspricht. Seit genau einem Jahr besteht die Möglichkeit, sich in den altem Gemäuern des Klosters das Ja-Wort zu geben.

08.03.2018

Bis nach Düsseldorf drang der Ruf der Verkehrswacht, nachdem Unbekannte deren Container aufbrachen, Werkzeuge und Arbeitsgeräte stibitzten. Inzwischen sind fast alle entwendeten Gegenstände durch Spenden aus der Bevölkerung wieder beschafft. Zu schaffen macht den Ehrenamtlichen der Ersatz sämtlicher Schlüssel samt Schließanlage.

05.03.2018
Anzeige