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Oschatz Mobile Jugendarbeit Oschatz: Schwerpunkt Skaterpool und Busbahnhof
Region Oschatz Mobile Jugendarbeit Oschatz: Schwerpunkt Skaterpool und Busbahnhof
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06:00 11.07.2017
Ruhe auf dem Busbahnhof – aber an manchen Tagen entwickelt sich hier nachts ein Eigenleben. Quelle: Archiv-Foto: Dirk Hunger
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Oschatz

In den vergangenen vier Jahren ist die offene Jugendarbeit in der Stadt Oschatz streng strukturiert worden. Nach einer öffentlichen Ausschreibung ist das Sozialkulturelle Zentrum E-Werk seit 2014 für die offenen Jugendarbeit bei den 14- bis 27-Jährigen in der Stadt verantwortlich. Die Altersgruppen der 10- bis 16-Jährigen indes wurden anfangs vom „Freizeitzentrum Oschatz“ e.V., seit diesem Jahr von „Sprungbrett“ e.V. Riesa betreut. Dabei wird den Jugendlichen in der Regel in den entsprechenden Häusern ein stationäres Freizeitangebot unterbreitet.

Doch wie sieht es in Oschatz mit den Jugendlichen aus, die diese Angebote nicht annehmen, den Oschatzer Busbahnhof oder die Skaterbahn am Oschatz-Park als Treffpunkt nutzen und dort nicht selten auch für Unruhe und Schaden sorgen. Der Oschatzer Jugendstadtrat wollte sich auf seiner vergangenen Sitzung über diese Nische der Jugendarbeit informieren. Anja Kohlbach, Jugendarbeiterin beim Oschatzer E-Werk, hat in der Vergangenheit die Szene erkundet und ihre Erkenntnisse an den Jugendstadtrat weitergebenen. „Ein Schwerpunkt der Szene ist der Oschatzer Skaterpool. Dort trifft sich eine Gruppe von bis zu 15 Jugendlichen, vorwiegend Jungs im Alter zwischen 12 und 15 Jahre. Dort gibt es ein massives Müllproblem, da es dort keine Möglichkeit der Müllentsorgung gibt“, so Anja Kohlbach. „Aus meiner Sicht könnte man dort Angebote rund ums Skaten machen. Doch dafür Leute zu bekommen ist sehr schwierig“, meint die Jugendarbeiterin. Dabei ist der Skaterpool nicht ständig besucht. „Es kommt auf das Wetter und andere Faktoren an. Ich bin so alle zwei Wochen vor Ort, treffe dort aber nicht immer die gleichen Jugendlichen. Und auch freitags sind auch oft Leute von auswärts da“, meint die Jugendarbeiterin. Außerdem gibt es dort auch eine Gruppe von älteren Jugendlichen, die nur die Bahn nutzen und kein Angebot benötigen würden. Ein weiterer nicht offizieller Jugendtreffpunkt ist der neu gebaute Oschatzer Busbahnhof. Er geriet in den Blickpunkt der Oschatzer Jugend, als der Bahnhof vor einem Jahr eine Pokemonspielarena war. „Das Spiel ist abgeflaut, aber die Jugendlichen sind geblieben“, kommentiert Kohlbach. Es handelt sich dabei um Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahre, die teilweise auch auf der Skaterbahn unterwegs sind oder auch ins Jugendcafé kommen. „Einige Jugendliche sagen selbst von sich, dass es keine gravierenden Vorfälle gibt“, weiß die Jugendarbeiterin. Inzwischen gibt es am Busbahnhof zwei Cliquen „Oschatzer Ghettoschlampen“ und „Oschatz asozial“, die beide von zwei Mädchen angeführt werden.

Probleme in diesem Bereich machen vor allem ein paar junge Männer. „Die sind allerdings der Oschatzer Polizei und der Jugendgerichtshilfe bekannt. Die kommen teilweise aus der stationären Jugendhilfe, das überschreitet, dann den Rahmen der normalen Jugendarbeit“, informiert Anja Kohlbach. Anderseits gibt es im Umfeld auch ein Treff von ausländischen jungen Männern, die mit dem Angebot der offenen Jugendarbeit nicht erreicht werden können.

Von Hagen Rösner

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