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Monatelang verschwundener Kater Moritz wieder zurück in Ochsensaal

Tiere Monatelang verschwundener Kater Moritz wieder zurück in Ochsensaal

Für den Ochsensaaler Gert Freiberg waren das zehn harte Monate. Seit dem spurlosen Verschwinden seines Katers Moritz im Januar war er auf der Suche nach seinem Liebling. Jetzt ist das Tier überraschend wieder aufgetaucht.

Kater Moritz ist wieder da.

Quelle: Kristin Engel

Schmannewitz/ochsensaal. Es ist fast schon ein Wunder, mit dem Gert Freiberg nach zehn Monaten nicht mehr gerechnet hatte. Sein Kater Moritz ist wieder da. Das Fell ist zerzaust, das Tier hat ziemlich abgebaut und ist gegenüber Fremden noch ängstlicher, als er es vor zehn Monaten war. Aber der Kater ist wirklich Moritz. Daran besteht kein Zweifel. „An dem Tag, als Moritz verschwand, herrschten Minus 15 Grad. Er war erkältet und lag sonst fast nur auf dem Heizkörper. Schon nach den ersten Wochen schwand die Hoffnung, ihn jemals wieder zu sehen“, erinnert sich der Mann aus Ochsensaal.

Moritz machte sich aus dem Staub

Es war der 6. Januar diesen Jahres, als Gert Freiberg mit seinem Liebling Moritz nach Schmannewitz musste. Beide hatten sich eine Erkältung zugezogen, doch an diesem Tag sollte die letzte Behandlung sein. Als der Rentner mit seinem Kater auf dem Arm die Praxis verließ, rutschte er auf dem gefrorenen Untergrund aus und stürzte. Moritz lief verschreckt davon – und blieb verschwunden.

Immer wieder kehrte Gert Freiberg nach Schmannewitz zurück, hing überall Zettel auf und schaltete auch eine Anzeige in der Zeitung. Bald meldete sich jemand, der eine Katze auf einem Baum gesehen hatte. Als Gert Freiberg diese sah, stand schnell fest, dass es nicht sein getigerter Moritz sein konnte. Er setzte sich jedoch dafür ein, dass die Katze vom Baum befreit wurde (wir berichteten). Viele weitere Leute meldeten sich. Er fuhr, mit der Hoffnung, Moritz zu finden, unter anderem bis hinter Riesa, um sich getigerte Katzen anzusehen. Sechs Mal war dies erfolglos. Hinzu kamen über 20 Benachrichtigungen über das Internet, bei denen er gleich ausschließen konnte, dass es sich um seinen Kater handelte.

Zehn Monate lang – einen Winter und einen Sommer – fehlte von Moritz jede Spur. „Moritz lebte zwar schon immer als Freigänger, liebte aber auch die warme Heizung. Auch wenn ich die Suche nicht aufgab, hatte ich nur wenig Hoffnung ihn wieder zu finden. Ich war von die Resonanz der Leute begeistert. So viele sprachen mich an, viele halfen mir bei meiner Suche.“

Nicht weit entfernt von seinem Haus befindet sich der Kosmetiksalon Müller. „Eine Kundin von Frau Müller, kam zur Fußpflege und sie haben sich unterhalten. Die Kundin fragte, wie lange Moritz schon weg sei, denn seit einiger Zeit beobachtet sie einen getigerten Kater in Schmannewitz, den sie bereits versucht hatte zu füttern.“ Die Schmannewitzerin entschied sich, die getigerte Katze zu fangen. Erst tappten immer nur andere Samtpfoten in die Falle. Doch am Dienstag hat es geklappt. „Frau Müller machte sich sofort in die Spur, um nach der Katze zu sehen. Als sie dort ankam schrieb sie mir eine Nachricht: ,Ich weine vor Glück, ich habe Moritz.’ Ich konnte es kaum glauben.“ Gert Freiberg fuhr sofort nach Schmannewitz und erkannte er auf den ersten Blick seinen lang vermissten Kater. Die getigerte Farbe, der weiße Latz und die weißen Pfötchen, der fehlende Schneidezahn: Es war Moritz.

Gleich wieder auf den Stammplatz

Als Moritz wieder in seinem Zuhause in Ochsensaal war, schaute er sich zuerst einmal um. „Er ging direkt zu seiner Futterstelle und legte sich gleich auf den Platz, an dem er immer lag. Wir schmusten und er schnorrte. Endlich war er wieder da.“ Der Rentner fuhr gleich los, um für Moritz einen großen Vorrat Fleisch und auch etwas Sahne zu holen. „Moritz muss erstmal wieder zu Kräften kommen.“ Gert Freiberg will seinen Kater in den nächsten Tagen im Haus lassen, damit er sich wieder richtig einleben kann. Wie glücklich er über die Rückkehr seines Katers ist, sieht man ihm an. Regelmäßig schaut er nach seiner Samtpfote. „Kaum zu glauben, er ist wieder Zuhause.“

Von Kristin Engel

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