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Mügeln: Diskusssion zu Massentierhaltung

Mügeln: Diskusssion zu Massentierhaltung

Fast jeder hat unter seinen Bekannten Vegetarier oder sogar Freunde, die komplett vegan leben. Hinterfragt man diese Einstellung, so bekommt man oft die katastrophalen Zustände in der Massentierhaltung als Begründung.

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Gespannt lauschen die Zuhörer im Grünen Laden in Mügeln den Ausführungen von Patricia Geyer zum Thema Massentierhaltung. Anschließend entfachte eine rege Diskussion zu dieser sensiblen Problematik.

Quelle: Sven Bartsch

Mügeln. Von Janett Petermann

 

 

 

Sie informierte die zahlreichen Zuhörer in der darauffolgenden halben Stunde über die Arten der Haltung, die Konsequenzen für Umwelt und Mensch. Abschließend präsentierte sie dann, wie jeder Einzelne Einfluss auf die Vorgänge der Nahrungsproduktion nehmen kann. Trotz der vielen Zahlen, Statistiken und Informationen blieben die Gäste aber am Ball. Immer wieder ein empörtes Kopfschütteln in den Reihen oder zustimmendes Nicken. Das ließ vor allem für die anschließende Diskussionsrunde auf viel Beteiligung hoffen. Besonders aufschlussreich waren aber für Laien die Erklärungen dazu, welche Kreise die industrielle Form der Tierhaltung global zieht. "Es ist ein teuflischer Kreislauf", so Geyer. "Die Tiere produzieren Dung, mehr als man braucht. Sie brauchen Futter. Monokulturen laugen den Boden aus, er kann das CO2 schlechter speichern, Gen-Soja aus südamerikanischen Ländern muss importiert werden, um den Hunger der Tiere zu stillen, die Bevölkerung dort verarmt und gibt wertvolles Land her für den Anbau. Und so weiter..." Dass es auch anders geht und man sich auch den Wurzeln der Viehzucht widmen kann, zeigten die Damen von Fahra im zweiten Teil des Abends. Cora Reich erzählte voller Leidenschaft von ihren Tieren. Alte Rassen, die sie als Kulturgut bezeichnete, stehen dabei im Vordergrund. "Uns liegt nicht die Fleischproduktion, sondern die Befindlichkeit der Tiere am Herzen", war wohl die treffendste Aussage. Sie erzählte von ihrem Projekt, stellte zum Beispiel die "Frischlufthaltung" ihrer Hühner der in den Ställen gegenüber, in denen ein Hahn mit seinen zehn Hennen auf sieben Quadratmetern ein "Familienleben" führen muss. Letztendlich sei es aber jedem selbst überlassen, "wie viel Leid er bereit ist, für sein Essen zu akzeptieren". Nach ihren Ausführungen gab es dann kein Halten mehr. Die Diskussion war bereits nach wenigen Minuten voll im Gange. Besonders interessant waren dabei die Ausführungen von Ronny Knoll. Er ist Mitglied der Bürgerinitiative Grünlichtenberg. Er erzählte aus eigener Erfahrung von den Erlebnissen mit Investoren und Politikern und gab auch den besorgten Mitbürgern aus der Umgebung von Gröppendorf wertvolle Hinweise. Das freute auch Dr. Annett Krause, die Inhaberin des Ladens. "Die Landkreise und Betroffenen sind noch viel zu schlecht vernetzt", merkte sie an und hofft, dass solche Diskussionsabende dazu beitragen, Erfahrungen auszutauschen, zu informieren und die Leute ein wenig wachsamer zu machen - für das, was sie zu sich nehmen.

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