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Oschatz Mügeln ist Teilnehmer des Projektes „Kunst am Lutherweg“
Region Oschatz Mügeln ist Teilnehmer des Projektes „Kunst am Lutherweg“
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06:00 12.10.2017
Mügeln und Leisnig haben sich erfolgreich am Projekt „Kunst am Lutherweg“ beteiligt. Nun sollen Nägel mit Köpfen gemacht werden und sind von den Akteuren kreative Ideen gefragt, die es jetzt umzusetzen gilt, bevor die Jury die endgültigen Gewinner ermittelt. Quelle: Fotomontage: Sven Bartsch
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Mügeln/Schaddelmühle

Die Stadt Mügeln ist beim Projekt „Reformation und Kunst“ neben Leisnig, Döbeln, Grimma und dem Landkreis Leipzig mit dabei. Für das überregionale Projekt der Drei Leader-Regionen Zweistromland-Ostelbien, Sachsenkreuz+ und Leipziger Muldenland endete jetzt die erste Stufe der Ausschreibung. Eine elfköpfige Juri mit Vertretern der Städte Mügeln, Leisnig, Döbeln und Grimma sowie dem Referat der Lutherdekade, dem Landkreis Leipzig, den Künstlerhäusern Prösitz und Schaddel, der beteiligten Ledergebiete, der Akademie der Bildenden Künste Wien und einem Schülervertreter aus Delitzsch nahm ihre Arbeit auf.

17 Künstler haben sich mit Entwürfen beteiligt

Insgesamt hatten sich 17 Künstler mit 18 Entwürfen um die Vergabe zur Schaffung von vier Kunstwerken auf dem Sächsischen Lutherweg beworben. Im Vorentscheid wurden nun acht Kunstwerke ausgewählt, die es in die zweite Stufe des Wettbewerbes schafften.

„Es geht um die Ausgestaltung des Lutherweges zum Thema Reformation“, informiert Iris Schönbrodt vom Kulturförderverein Schaddelmühle. Die Künstler waren aufgerufen, Kunstwerke für den ländlichen Raum auf dem Sächsischen Lutherweg zu entwerfen.

„Kriterien sind der Bezug zu Martin Luther sowie die Originalität der Exponate. Da die Kunstwerke in der Landschaft stehen sollen, müssen sie vor allem auch witterungsbeständig sein und eine Mindesthaltbarkeitsdauer von zehn Jahren haben“, so Schönbrodt. Aus welchem Material sie angefertigt werden, sei den Teilnehmern des Wettbewerbes nicht vorgegeben. „Querbeet, zum Beispiel aus Keramik, Stahl oder Stoff“, nennt Schönbrodt einige Beispiele. Ziel sei es, die regionale Identität zu stärken, den Menschen die Bedeutung der Reformation näher zu bringen sowie wirtschaftliche Impulse für die Tourismusbranche zu schaffen. Es gehe um eine neue Qualität der Kunstvermittlung.

Jury will Ausschreibungsgewinner bekanntgeben

Ein weiterer Schwierigkeitsgrad des Projektes bestehe darin, die Bevölkerung der Region in den Entstehungsprozess mit einzubeziehen. So sollen die Kunstwerke in Mitarbeit von Schulen, Vereinen und anderen Interessenten als Teil der Gemeinschaft in Angriff genommen werden. Es gehe schwerpunktmäßig darum, die Entstehung von Kunst nicht mehr von „oben“ zu regulieren, sondern einen gemeinsamen Schaffens- und Erhaltungsprozess mit den Bürgern der Städte Döbeln, Grimma, Leisnig und Mügeln ins Leben zu rufen.

Am Montag, dem 6. November endet schließlich die zweite Stufe des Wettbewerbes, in dem die ausgelobten acht Künstler der Jury ihre Modelle der Kunstwerke sowie die umsetzungsreifen Entwürfe vorlegen. Die Jury wählt dann davon vier Ausschreibungsgewinner aus, deren Projekte dann gemeinsam von den Künstlern in Zusammenarbeit mit Schulen und Vereinen verwirklicht werden sollen.

Bis September 2018 soll spätestens alles fertig sein und die Objekte entlang des Lutherweges platziert werden, wie die Initiatoren dazu weiter mitteilen.

Von Heinz Großnick

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