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Oschatz Mügeln muss beim Geoportal Kosten sparen
Region Oschatz Mügeln muss beim Geoportal Kosten sparen
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06:00 23.08.2018
So soll der Bahnhof Mügeln, in dem das Geoportal entsteht, nach der Fertigstellung aussehen. Quelle: Grafik: Planer
Mügeln

Die Stadträte vergaben in ihrer jüngsten Sitzung den Auftrag für die Freianlagen zum Geoportal, das im Bahnhof entsteht. Zur Submission lagen der Stadt zwei gültige Angebote vor. Das wirtschaftlichere hatte mit knapp 560 000 Euro die Oschatzer Firma Steinle Bau abgegeben. Diese Summe liegt deutlich über der aus dem Jahr 2013 stammenden Kostenschätzung. Auf dieser Schätzung beruht der Fördermittelantrag. Um diesen Rahmen nicht zu sprengen, will die Stadt nun auf Teile des Auftrages verzichten. Parkplätze und andere Befestigungen sowie der Wegebau seien jedoch nicht in Gefahr. Dem Rotstift könne jedoch der Ausbau der Rampe und der geplante Weg zum Überqueren der Gleise zum Opfer fallen. Die Kosten für diese Maßnahmen waren einst auf knapp 160 000 Euro geschätzt worden.

Antrag auf zusätzliche Förderung

Wenn die Stadt Mügeln diese Mittel für den „Rest“ der Freianlagen verwenden dürfte, bliebe immer noch eine Differenz von rund 68 000 Euro. Wie Bürgermeister Johannes Ecke (Freie Wähler) erläuterte, sei bereits ein Antrag auf zusätzliche Förderung gestellt worden. Die Stadt, der ein positiver Bescheid in Aussicht gestellt wurde, muss nun finanziell in Vorleistung gehen, wenn das Objekt insgesamt Ende Juli 2019 eingeweiht werden soll.

Erhebliche Kostensteigerungen gibt es auch bei den Bauhauptleistungen an diesem Objekt. Im Leistungsverzeichnis für die 2017 erfolgte Ausschreibung summierten sich die Kosten auf 163 508 Euro. Der Zuschlag wurde für 107 005 Euro erteilt. Nun hat die TWT Sanierungsgesellschaft Sörnewitz einen Nachtrag vorgelegt. Wie Planer Andreas Schmidt, der ebenfalls Stadtrat ist, erläuterte, seien bei den bisher geleisteten Rückbauarbeiten eine Reihe verdeckter Mängel am Baukörper festgestellt worden. Als Beispiele nannte er Innenwände ohne erforderliche Gründung und Schäden an tragenden Mauerwerksteilen. Dieser Nachtrag hat einen Umfang von rund 61 000 Euro. Damit bleibt man bei den Kosten noch unterhalb der ursprünglich geschätzten Summe. Bei zwei Enthaltungen stimmte der Stadtrat der Bestätigung dieses Nachtrages zu.

Weitere Korrekturen der Baukosten zu erwarten

Planer Andreas Schmidt stimmte die Räte darauf ein, dass das noch nicht die letzte Korrektur der Baukosten gewesen sein werde. So sei der Zustand vieler Sandsteingewände an Türen und Fenstern deutlich schlechter als angenommen. Während sie optisch noch intakt erscheinen würden, hätten falsch ausgeführte Konservierungsarbeiten in der Vergangenheit der Substanz erheblich geschadet.

Der Bürgermeister betonte, dass der Umbau des Bahnhofs zum Geoportal nur aufgrund der gewährten Förderung möglich seien. Sie betrage 90 Prozent der veranschlagten Baukosten von rund 2,5 Millionen Euro.

Von axel kaminski

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