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Oschatz Mügelner Bauhof überlastet: Grasmahd ist nicht zu schaffen
Region Oschatz Mügelner Bauhof überlastet: Grasmahd ist nicht zu schaffen
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10:49 07.03.2018
Den Rasen auf der Kirchenwiese Am Anger in Mügeln mähen hier Marko Krügel mit der Motorsense und Peter Kerl mit dem Rasentraktor. Quelle: Foto: Heinz Großnick
Mügeln

Der städtische Bauhof in Mügeln kann seine vielfältigen Aufgaben nicht mehr in vollem Umfang erledigen. „Mitarbeiter des Bauhofes sind an mich herangetreten. Sie haben ein Problem, dass die Arbeit nicht mehr zu schaffen ist, da es viele Ausfälle gibt und es tut sich in der Beziehung nichts“, sprach zur vergangenen Stadtratssitzung Andreas Sachse (Die Linke) das Problem an. Das ist in der Stadtverwaltung auch bekannt. Mügelns Bürgermeister Johannes Ecke (Freie Wählervereinigung Mügeln) bestätigte, dass sich die Stadt diesbezüglich in einer schwierigen Situation befindet und erklärte dazu: „Wir haben zehn Mitarbeiter, von denen sind zwei sehr lange krank. Wir können sie nicht ersetzen und jemanden dafür einstellen. Das wäre nur befristet möglich, doch dann kommt keiner. Niemand würde für einen kurzen Zeitraum seine Arbeit aufgeben. Es sind jetzt ABM-Kräfte dazu gekommen, die haben wir noch mal zur Unterstützung genehmigt bekommen.“

Die Stadt habe mit dieser Situation schon lange zu kämpfen und wisse auch, dass sehr viel Arbeit liegen bleibe. „Es ist einfach so, das Gras wächst wie der Teufel dieses Jahr. Wir wissen nicht mehr, wo wir zuerst mit mähen anfangen sollen und dann kommt auch hinzu, dass der Bauhof zusätzlich für Festlichkeiten und Dorffeste zum Einsatz kommt“, bekräftigte Ecke. Allein dafür würden oft bis zu vier Personen zeitweise abgestellt werden müssen. Und in dieser Zeit bleibe dann notgedrungen andere Arbeit liegen, die nicht erledigt werden könne.

Die Stadtverwaltung wolle das Problem lindern und habe zum Beispiel eine Ausschreibung zur Einstellung eines Bauhofmitarbeiters in die Wege geleitet, um einen Mitarbeiter, der demnächst in Rente gehe, zu ersetzen. „Allerdings ist es auch verdammt schwierig, dort jemanden zu finden, dem man zuverlässig eine Maschine anvertrauen kann“, befürchtet Ecke. Denn schließlich sei eigenverantwortliches Arbeiten im Bauhof erforderlich und könne nicht ständig ein Kontrolleur zur Seite stehen.

Der Bürgermeister zieht noch eine andere Variante in Erwägung: „Wir werden in nächster Zeit Überlegungen anstellen müssen, die Pflege von Grünflächen vielleicht fremd zu vergeben. Bei 67 Kilometer Straße, die wir zu pflegen haben, fällt einiges an.“ Nicht zu vergessen sei die Auf- und Abbauarbeit zum Beispiel der Holzhütten bei den zahlreichen Vereins- und städtischen Festen, die schon allein einen erheblichen Anteil von Arbeitskräften und Technik dafür binde.

Von Heinz Großnick

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