Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Oschatz Mügelner Heimatmuseum kann Angebote für Besucher ausweiten
Region Oschatz Mügelner Heimatmuseum kann Angebote für Besucher ausweiten
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:49 22.05.2017
Andreas Lobe stellt einen der drei neu gestalteten Räume – hier zur Kirchengeschichte – den Besuchern am Sonntag vor. Quelle: Bärbel Schumann
Anzeige
Mügeln

Andreas Lobe, Mügelns ehrenamtlicher Museumsleiter, hatte zum Internationalen Museumstag allen Grund zur Freude: „Wir haben versucht, alle Besucher heute zu zählen. Es sind mehr als 80 geworden, so viele hatten wir selten.“

Zur Freude Anlass geben jedoch vor allem die neu gestalteten und renovierten Räume in der einstigen Mädchenschule am Schulplatz. Bis vor reichlich einem Jahr noch als Archiv genutzt, wurden sie nicht nur entrümpelt, sondern auch renoviert. Über 200 freiwillige Stunden wurden allein während der organisierten Arbeitseinsätze des Mügelner Heimatvereins geleistet, damit daraus Ausstellungsräume für das Museum werden. „Einzelpersonen und Firmen haben uns unterstützt. Auf einer privaten Geburtstagsfeier wurden sogar Spenden gesammelt“, berichtete Lobe zur Einweihung der Räume.

Engagement, das auch Mügelns Bürgermeister Johannes Ecke lobte. Die Stadt wisse, dass für das Museum eine tragbare Lösung gefunden werden müsse. Aber um ein ausgearbeitetes Konzept umsetzen zu können werde viel Geld benötigt. Der Haushalt der Stadt gebe das derzeit nicht her. Dennoch werde nach einer Lösung gesucht.

Beim ersten Rundgang – noch ist nicht jeder Raum komplett – staunte mancher Besucher nicht schlecht: Möbel und andere Stücke aus dem Nachlass der Familie Schmorl. Im Herbst planen die Nachfahren des einstigen bedeutenden Pathologens ein Familientreffen. Dann soll der Raum komplett sein. Ganz andere Schätze offenbaren sich nebenan dem Besucher: Mügeln und Kirchengeschichte, zum Thema Reformation und zur Mügelner Kantorei. So können die Originalnoten von Heinrich Schütz aus dem Mügelner Kantoreiarchiv betrachtet werden. Auch die Noten der bekannten Mügelner Kantate von 1771 liegen aus.

Eine Luther-Postille und alte Gesangsbücher können ebenso bestaunt werden. Und manchem der Betrachter erschließt sich so, warum Mügeln – auch wenn der Reformator nicht selbst in der Stadt weilte – unbedingt eine Station am Lutherweg sein musste. Der dritte Raum widmet sich der Geschichte der Schmalspurbahn. Damit nicht nur die Bahnfans den Weg in die neuen Räume besser finden, erlebten die von Angelika Pfeil geschaffenen Hinweisschilder zu den Museumsräumen ihre Premiere. Sie trugen dazu bei, dass mancher die Innenstadt Durchquerender doch noch einen Zwischenstopp am Sonntagnachmittag einlegte.

Damit die geplante Museumssanierung gelingt, hat sich der Heimatverein das Ziel gestellt, die bei einer Förderung benötigten Eigenanteile selbst aufzubringen oder durch Spenden zu gewinnen. Ein erster Beitrag dazu sind die von Jan Sehlig angefertigten Postkarten mit Motiven rund um den Wilden Robert. Eine Karte kostet einen Euro und der Erlös kommt zu 100 Prozent dem Museum zu Gute.

Von Bärbel Schumann

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Trödelfans und Pflanzenliebhaber kamen am Sonnabend rund um das Schloss Dahlen auf ihre Kosten. Zum vierten Mal hatte der Schloss- und Parkverein zum Markttreiben eingeladen.

25.05.2017

Wer seiner Verlobten im Faschingstrubel einen Heiratsantrag macht, läuft Gefahr, nicht ernst genommen zu werden. So erging es dem Nerchauer Andy Engel. Als er Stephanie Kunath inmitten der Narren der Collm-Region in Schönnewitz einen Antrag machte, nahmen das einige nicht ernst. Den Zweiflern sei gesagt: Beide haben Ernst gemacht.

25.05.2017

Mit ihrem Taschenlampenkonzert hat die Berliner Band Rumpelstil erneut den Nerv der Oschatzer getroffen. Die Veranstaltung am Oschatzer Platsch-Bad war – wie bereits zur Premiere – gut besucht.

25.05.2017
Anzeige