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Oschatz Mügelner Mediziner will Praxis später in Eigenregie übernehmen
Region Oschatz Mügelner Mediziner will Praxis später in Eigenregie übernehmen
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13:51 15.03.2016
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Mügeln

„Ich bin noch ein Lernender, wenn es um die Führung einer Praxis geht. Aber ich bin auf einem guten Weg. Ich freue mich, dass ich diese Chance in der hausärztlichen Eigenpraxis der Kassenärztlichen Vereinigung (KS) Sachsens in Mügeln erhalten habe“, sagt Internist Thomas Kracht. Seit drei Monaten sorgt der Arzt mit zwei Mitarbeiterinnen in Mügeln für eine spürbare Entlastung der hausärztlichen Versorgung. Der inzwischen ortsansässige Internist ist zunächst in der von der KS Sachsen verwalteten Einrichtung als angestellter Arzt tätig. Er wird die Praxis jedoch spätestens nach drei Jahren eigenständig fortführen. Ob der Zeitpunkt der Übernahme schon früher liegen könnte, lässt Kracht derzeit offen. „Ich habe als Arzt zuvor zehn Jahre in Kliniken Erfahrungen gesammelt. Nun will ich das auf diesem Gebiet tun, um mich auch als Hausarzt etablieren zu können“, sagt der Mediziner. Immer wieder werde er von Patienten in der Praxis mit der Annahme konfrontiert, dass er nur befristet praktizieren würde. „Doch das ist ganz und gar nicht der Fall. Mein Ziel ist es schon immer gewesen, eine Praxis eigenständig zu übernehmen“, so Kracht. Den Zeitpunkt werde er dann bestimmen, wenn er sich sicher in seinem Gefühl sei, dass er das notwendige Rüstzeug dafür besitze. Das müsse nicht unbedingt erst am Ende der drei Jahren sein. Wichtig sei ihm, dass die Menschen, die in die Praxis kommen, ein vertrauensvolles Arzt-Patienten-Verhältnis aufbauen könnten, ohne Angst zu haben, dass sie sich in absehbarer Zeit einen neuen Mediziner suchen müssen.

Die ersten Wochen haben gezeigt, dass die Praxis auch auf Grund der diagnostischen Möglichkeiten auf internistischem Gebiet und der verlängerten Öffnungszeiten an zwei Abenden in der Woche bis 19 Uhr gut besucht werde. Längst kämen nicht nur Patienten aus Mügeln, sondern auch aus dem angrenzenden Kreis Mittelsachsen mit den angrenzenden Orten wie Kleinpelsen oder Leisnig, ja sogar aus Wermsdorf, Oschatz und Wurzen.

„Wir freuen uns, dass die Praxis schon in den ersten Wochen so akzeptiert wird. Ich bin vor allem den Handwerkern dankbar, deren gute und schnelle Arbeit es ermöglichte, dass schon in der Grippezeit die Versorgung im Ort spürbar entlastet werden konnte“, sagt Dr. Klaus Heckemann Vorstandsvorsitzender der KV Sachsen. Mit Thomas Kracht praktizieren derzeit in Mügeln drei Mediziner in hausärztlichen Praxen.

Für den ehemaligen Landkreis Torgau-Oschatz, zu dem Mügeln zählt, wurden Anfang 2005 durch den Landesausschuss erstmals in Sachsen eine drohende hausärztliche Unterversorgung festgestellt und Fördermaßnahmen beschlossen. Diese tragen nun Früchte. Der Versorgungsgrad liegt, so die Kassenärztliche Vereinigung Sachsens, mittlerweile bei 97 Prozent.

Von Bärbel Schumann

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