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Oschatz Mügelner Neuntklässler greifen Senioren unter die Arme
Region Oschatz Mügelner Neuntklässler greifen Senioren unter die Arme
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00:16 07.03.2017
Klassenlehrerin Anke Heide, die Leiterin der Awo-Einrichtung Annett Beyer und Lilly Rumberg als Schüler-Projektleiterin (v.l.n.r.) beim Unterschreiben der Kooperationsvereinbarung. Quelle: Foto: Bärbel Schumann
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Mügeln

Vor dem Eingang des Mügelner Awo-Seniorenzentrums hat sich an diesem Nachmittag eine Traube von jungen Leuten gebildet. Es sind Schüler der Klasse 9b der Goethe-Oberschule und ihre Klassenleiterin Anke Heide. Unter den jungen Leuten macht sich Aufregung breit, denn die meisten von ihnen besuchen zum ersten Mal eine Einrichtung, in der Senioren leben und betreut werden. Einrichtungsleiterin Annett Beyer freut sich auf den Besuch, ist voller Erwartung und Neugier. „Vor fünf Wochen bekam ich einen Anruf, dass die Schüler für ältere Menschen im Rahmen eines freiwilligen sozialen Projektes etwas tun und deshalb zu uns kommen wollen“, erinnert sich die Leiterin des Seniorenzentrums. Anfangs habe sie gedacht, dass da wieder neue zusätzliche Dinge auf sie und das Team zukommen würden, lud aber Klassenleiterin und die Schüler-Projektleiterin Lilly Rumberg zu einem Gespräch ein. Ein Gespräch, das Annett Beyer begeisterte: „Diese Schüler sind echt cool, sie wollen einfach etwas tun, sich sozial engagieren und haben schon konkrete Vorstellungen.“ Oft werde auf die Jugend von heute geschimpft, aber es gebe viele Jugendliche, die sich einfach selbst in den verschiedensten Bereichen einbringen wollen. Seit dieser Woche hat das Projekt „Schüler helfen Senioren“, an dem 17 Neuntklässler teilnehmen, konkrete Formen angenommen, Inhalte bekommen.

Beim ersten gemeinsamen Besuch im Seniorenzentrum wurde eine Kooperationsvereinbarung zwischen der Awo-Einrichtung und der Klasse 9b der Goethe-Schule unterzeichnet. Sie sieht vor, dass aller 14 Tage mittwochs die Schüler für etwa zwei Stunden in das Seniorenzentrum kommen, um verschiedene Angebote zu unterbreiten und mit den Senioren gemeinsam umzusetzen.

Gemeinsames Spazieren gehen und Basteln geplant

„Die Schüler haben schon viele Ideen gesammelt und sich Gedanken zur Umsetzung gemacht. Gemeinsam Spazierengehen, Basteln, Vorlesen, einen Spielenachmittag organisieren, sind mögliche Aktionen“, so Klassenlehrerin Anke Heide. Doch auch der Hausmeister könne Unterstützung erhalten, damit die Bewohner beispielsweise die Frühlingssonne im Park an der Einrichtung bei ihren Spaziergängen auf den Wegen mühelos und sicher genießen können. Auf ihren ersten Besuch in dieser Woche hatten sich die jungen Leute gut vorbereitet: Gemeinsam bastelten sie Schilder mit ihren Vornamen in großer, für die Senioren deutlich lesbarer Schrift.

Vor der Vertragsunterzeichnung gab Annett Beyer einen kurzen Überblick über die Einrichtung in der derzeit rund 60 Mitarbeiter für das Wohl der 78 Bewohner sorgen. Manches der Gesichter, in das die Leiterin dabei blickte, war ihr nicht fremd. Das Mügelner Awo-Seniorenzentrum und die Goethe-Schule arbeiten seit drei Jahren im Rahmen des Projektes „Care4future“ zusammen, in dem Schüler Einblicke in den Bereich der Pflegeberufe erhalten.

Mitarbeiterin Sandra Lenk, zugleich Ergotherapeutin, machte die Schüler auf einige Besonderheiten aufmerksam, auf die sie sich bei ihren Besuchen und dem Umgang mit den älteren Menschen einstellen müssen. Zudem führte sie die jungen Leute durch das Haus und beantwortete deren Fragen.

Da nicht alle Schüler der Klasse 9b beim Senioren-Projekt mitarbeiten können, hat sich der Rest der Klasse ein anderes Betätigungsfeld gesucht. Sie wollen sich in der Stadt Mügeln engagieren.

Von bärbel schumann

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