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Oschatz Mügelner Neuntklässler holen zweiten Platz bei IHK-Wettbewerb
Region Oschatz Mügelner Neuntklässler holen zweiten Platz bei IHK-Wettbewerb
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15:03 23.06.2017
Über Blumen und einen Gutschein freuen sich die Neuntklässler der Mügelner Goethe-Schüler. Quelle: Foto: Privat
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Mügeln.

„Na, was habt Ihr denn verbrochen, damit Ihr hier aufräumen müsst?“ Diese Frage haben Fabian Knorr und einige seiner Mitschüler in den vergangenen Monaten bei ihren Einsätzen an der Schloss-Ruhetal-Haltestelle der Döllnitzbahn oft zu hören bekommen, wenn sie dort Unrat beseitigten oder Unkraut zupften. „Als wir dann erklärten, dass wir das alles freiwillig machen, waren die Leute schon erstaunt“, erzählt der Neuntklässler. Erstaunt seien auch die Mitarbeiter der Stadtverwaltung gewesen, als die Schüler anboten, in ihrer Freizeit etwas Nützliches zu tun. „Ein anderer Teil unserer Klasse hat sich im AWO-Seniorenzentrum in Mügeln angeboten, zu helfen oder auch mit den Senioren etwas zu unternehmen“, berichtet Lilly Rumberger. Die Gespräche mit den Senioren dabei seien sehr interessant gewesen. Gemeinsam wurde gebastelt und die Schüler erfanden sogar neue Spiele und stellten die dafür benötigten Utensilien selbst altersgerecht her. Schnell fügt sie hinzu, dass dies nicht die einzigen Dinge waren, die sie und ihre Klassenkameraden unternahmen. „Wir haben Müll am Kemmlitzer See gesammelt, bei einem Theaterstück zur Präsentation unserer Schule auf vielen Ebenen und der Organisation mitgewirkt, als Schüleraufsicht fungiert und auch in einem Mügelner Betrieb unsere Belastbarkeit und Ausdauer getestet, als der dringend Hilfe benötigte.“

Mit all diesem Engagement beteiligten sich die Jugendlichen mit ihrer Klassenlehrerin Anke Heide am Wettbewerb der IHK zu Leipzig „Beste Neunte“. Insgesamt reichten 19 Klassen ihre Wettbewerbsunterlagen ein. „Wir freuen uns riesig, dass wir den 2. Platz belegten“, berichtet Fabian Knorr. Doch dieser zweite Rang und die Geldprämie seien nicht der einzige Gewinn, sind sich die Schüler einig. Auch die Erfahrungen und Gespräche mit den Senioren möchten sie nicht missen. „Das hat uns viel gegeben, zum Beispiel, dass man die Arbeit anderer Leute achtet, anerkennt, schätzt“, meint Lilly Rumberger. Fabian Knorr ergänzt, dass man jetzt bewusster handelt, einfach achtsamer geworden ist.

Von Bärbel Schumann

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