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Oschatz Mügelner Ofenkachelfabrik überlebt mit neuem Eigentümer
Region Oschatz Mügelner Ofenkachelfabrik überlebt mit neuem Eigentümer
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16:54 26.02.2018
Bei dem verheerenden Brand in den frühen Morgenstunden des 8. September 2015 auf dem Firmengelände der Ruka Ofenkeramik und Zubehör GmbH in Mügeln wurde dieses zweistöckige Gebäude völlig zerstört. 84 Feuerwehrleute von zwölf Wehren kamen zum Einsatz. Quelle: Foto: S. Bartsch
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Mügeln

Die insolvente Ruka Ofenkeramik und Zubehör GmbH in Mügeln gehört seit Montag einem Investor aus Frankfurt. Dabei handelt es sich um eine Neugründung, wie Rechtsanwalt Hartmut H. Mitze von der Kanzlei Mitze & Ingenbleek aus dem hessischen Frankenberg/Eder auf Anfrage dieser Zeitung informiert. Der Fortbestand des Unternehmens sowie alle 50 Arbeitsplätze sollen erhalten bleiben. „Die Gläubigerversammlung am vergangenen Mittwoch hat einer Übertragung des Unternehmens auf einen Investor zugestimmt“, informierte Mitze über das Ergebnis der Zusammenkunft. Derzeit seien noch nicht alle Forderungen geprüft und es sei noch nicht alles verwertet worden. Auf die Frage, was denn für die Gläubiger übrig bleibe, antwortete Mitze: „Wir haben mit dem Investor einen flexiblen Kaufpreis ausgehandelt. Das heißt, wir werden am Ergebnis der nächsten Jahre beteiligt. Davon hängt letztlich auch die Quote der Gläubiger ab, die wenn alles gut läuft, so irgendwo bei 20 bis 25 Prozent liegt.“ Konkret bedeute dies, wenn Gewinne entstehen, fließt ein gewisser Prozentsatz in die Insolvenzmasse.

Bisher haben etwas über 60 Gläubiger ihre Ansprüche angemeldet. Mit Wirkung vom 1. Mai endete die Tätigkeit des Insolvenzverwalters, der den Betrieb der Ruka bis Ende April geführt hat. Das Insolvenzverfahren laufe allerdings noch weiter, bis alle Gläubiger ihre Ansprüche angemeldet haben und alles abgewickelt sei. Mit dem Schluss des Verfahrens rechnet Mitze aufgrund des vereinbarten flexiblen Kaufpreises nicht vor Ablauf von drei Jahren.

Für die Ruka habe es mehrere Interessenten gegeben. Der Anwalt dazu: „Aber nur einen, der tatsächlich ernsthaft in die Prüfung eingestiegen ist und sich schon sehr frühzeitig um alles Notwendige gekümmert hat.“ Die Investoren seien immer schon mit vor Ort gewesen und seien in die aktuellen Verfahrens- und Produktionsabläufe eingebunden worden.

Der Name des Unternehmens soll unterdessen beibehalten werden. Im Kaufvertrag sei dazu ein entsprechender Passus enthalten, dass die Namensrechte mit übertragen werden.

Die aktuelle Auftragslage bezeichnet Mitze als gut und sagt: „Wir haben es tatsächlich geschafft, vom Anfang des Jahres an eine stabile Auftragslage zu haben, gerade auch im Hinblick auf das Insolvenzereignis.“ Schwerpunktmäßig werden die Produkte derzeit in Deutschland und nach Österreich vertrieben. Angeschoben worden sei das Gewinnen von Kunden auch in osteuropäische Länder. So gebe es derzeit Verhandlungen mit einem estnischen Großhändler.

Die Sanierung der Öfen soll noch 2017 erfolgen. „Sinnigerweise während der Betriebsferien, damit kein Stillstand entsteht, was ja letztlich immer zum Produktionsausfall führt“, so Mitze Betriebsferien seien im Sommer beziehungsweise in der Weihnachtszeit geplant.

Von Heinz Großnick

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