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Mügelner Posaunenchor auf Dörfertour

Weihnachtsstimmung Mügelner Posaunenchor auf Dörfertour

Alle Jahre wieder: Am dritten Adventswochenende ging der Posaunenchor Mügeln auf Dörfertour. Die Mitglieder sorgten in den Orten rund um Mügeln für Weihnachtsstimmung – und bekamen zum Dank Glühwein und so manche andere Leckerei.

Der Posaunenchor in Ablaß.

Quelle: Bärbel Schumann

Mügeln. Posaunenchöre sorgen mit ihrem Spiel in der Adventszeit traditionell für Weihnachtsstimmung. Und zu den 441 Posaunenchören, die in der Sächsischen Posaunenmission vereint sind, gehört der Posaunenchor des Kirchspiels Mügeln. Am dritten Adventswochenende zogen seine Bläser wieder von Dorf zu Dorf.

Es ist kurz vor 13 Uhr am Sonnabend. Zwischen dem ehemaligen Ablaßer Pfarrhaus und der Treppe zu Kirche und Friedhof wartet Detlev Mattis vom Ablaßer Kirchenvorstand mit bereitgestellten Tassen und Isolierkannen voll Glühwein. Die ersten Frauen aus dem Ort gesellen sich hinzu. Später folgen weitere Einwohner auch aus benachbarten Orten wie Pommlitz und Querbitzsch. Sie warten auf die Mitglieder des Mügelner Posaunenchores, die in Ablaß wieder einmal ihr Adventsblasen beginnen. Während die acht Frauen und Männer ihre Instrumente auspacken und Notenständer aufstellen, werden Liedzettel verteilt und überlegt, seit wann die Bläser nach Ablaß kommen. „Das geht wohl seit zehn, zwölf Jahren so“, bemerkt eine der Frauen.

Alle singen mit

Dann begrüßt Michael Zehme, Posaunenwart des Chores die Versammelten und es dauert nicht lange, bis das erste Weihnachtslied erklingt und die versammelten Frauen und Männer mitsingen. Das geht rund eine halbe Stunde so. „Mir würde das einfach in der Weihnachtszeit fehlen, wenn der Posaunenchor nicht mehr kommen würde“, bemerkt später Seniorin Ilse Sembner als Bläser und Zuhörer gemeinsam Glühwein trinken. Für große Gespräche ist eigentlich dabei keine Zeit, denn für die Posaunenchor-Mitglieder ist der Zeitplan an diesem Nachmittag eng.

Doch zwischen dem Glühweingenuss erzählt Veronika Schmidt, die im Ortsteil Ockritz daheim ist, dass sie erst seit 1997 das Spiel ihres Waldhorns erlernt habe. „Mein Sohn hat bei unserer damaligen Kantorin Rosi Müller angefangen, Trompete zu erlernen. Da habe ich gleich mitgemacht“, berichtet sie. Nach einigen Jahren Pause aus beruflichen Gründen sei sie nun zum Posaunenchor zurückgekehrt und möchte das gemeinsame Musizieren nicht missen.

Selbstgebackene Plätzchen

Die Instrumentenkoffer werden in den Autos verstaut und schon rollt der Tross nach Grauschwitz, wo vor allem die Bewohner einer Pflegeeinrichtung auf die Musiker warten. Paschkowitz heißt dann das nächste Ziel. Nach dem Musizieren lädt dort eine Familie die Posaunenspieler an den Kaffeetisch mit selbstgebackenen Plätzchen ein. Da der Platz im Haus nicht reicht, wurde die Werkstatt für die Tafel hergerichtet. Nach der Stärkung geht es nach Mügeln in die Döbelner Straße. Später stehen Stippvisiten in Schlanzschwitz, Schweta, beim Glossener Weihnachtsmarkt auf dem Programm.

Zwischendurch wechseln Spieler, denn mancher hat an diesem Tag auch berufliche oder familiäre Pflichten. Zu ihnen gehört Liane Schurig, die seit Jahren den Mügelner Bläsern die Treue hält. Auf die Oschatzerin warten Oma-Pflichten. Dafür gesellt sich beispielsweise Joachim Schmalz mit seiner Frau dazu. Der Mügelner spielt Trompete, erlernte es als Neunjähriger 1964 in seiner ehemaligen Kirchgemeinde in Bockelwitz. Nach dem Umzug schloss er sich 1984 dem Mügelner Posaunenchor an. Inzwischen haben er und die Chormitstreiter auch seine Ehefrau Bärbel von der Freude am Spiel, am Verkünden christlicher Botschaften durch Musik angesteckt.

Abschluss in Crellenhain

Den Abschluss findet die Dörfertour in Crellenhain, wo diesmal die Familien Teuber und Poitzsch für die Ankunft des Posaunenchores alles vorbereitet haben. Schon lange ist es dunkel, Lichterketten und eine hölzerne Weihnachtspyramide versprühen zusätzliche Weihnachtsstimmung zum Spiel und dem gemeinsamen Gesang mit Anwohnern. Fast professionell wirkt der Gesang, was Posaunenwart Michael Zehme zum Ende der diesjährigen Posaunenchor-Dörfertour zur Bemerkung veranlasst „Das kann Mügeln ruhig hören, was ihr hier oben könnt!“.

Von Bärbel Schumann

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