Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Oschatz Mügelner Senioren mit Rollatoren auf Slalomkurs
Region Oschatz Mügelner Senioren mit Rollatoren auf Slalomkurs
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
06:00 28.05.2016
Henry Schomaker (r.) von der Verkehrswacht Oschatz begleitet die Mügelner Senioren durch einen Rolaltor-Hindernispracours. Quelle: Dirk Hunger
Anzeige
Mügeln

Zum allwöchentliche Treff am Mittwoch fuhr in dieser Woche ein Bus der Omnibus-Verkehrsgesellschaft „Heideland“ (OVH) am „Seniorenstüb´l“ vor. Allerdings ging es nicht zur Kaffeefahrt, sondern nur zum Busbahnhof, wo Mitglieder der Verkehrswacht Oschatz und ein Mitarbeiter eines Sanitätshauses die Busgesellschaft erwarteten.

Zunächst erläuterte Andreas Neumann, Disponent bei der OVH, welche Möglichkeiten ein Niederflurbus für das bequeme Ein- und Aussteigen bietet. Er demonstrierte das so genannte Kneeling, also die Möglichkeit, die Einstiegsseite des Busses zur Haltestelle hin abzusenken. Rüstigen Senioren und solchen, die mit einer Gehhilfe auskommen, genüge diese Hilfe, um vorn beim Fahrer einzusteigen zu können. An der hinteren Tür verfügt der Bus über eine Rampe, über die Nutzer von Rollatoren und Krankenfahrstühlen problemlos in den Bus gelangen könnte. Andreas Neumann zeigte dabei gleich noch, wo die Rollatoren im Bus platzsparend abgestellt werden können und wie viele Sitze erreichbar sind, ohne dass Stufen zu überwinden sind.

Der OVH-Disponent nahm den rund 20 Senioren auch andere Ängste. Er betonte, dass die Busfahrer keinem Fahrgast vor der Nase wegfahren würden, weil sie besondere Mühen mit ihnen fürchten würden. Sie seien auch dazu angehalten, von den Haltstellen erst abzufahren, wenn die Fahrgäste, die offensichtlich schlecht zu Fuß sind, Platz genommen haben. Er betonte, dass der für diese Fahrt genutzte Bus täglich im Einsatz und nicht nur Vorführmodell sei. Im Stadtverkehr Oschatz sei Niederflurtechnik Standard. Wer auf der Regionallinie auf Nummer sicher gehen wolle, könne gern bei der OVH anrufen und sich über den Einsatz informieren.

Im Anschluss hatten die Teilnehmer an dieser Veranstaltung die Gelegenheit, bei einem kleinen Hindernisparcours zu prüfen, wie sicher sie mit dem Rollator umgehen können. Tipps zu deren Handhabung hatte dabei Daniel Horn, Außendienstmitarbeiter des Sanitätshauses Alippi parat. Er nutzte die Gelegenheit auch, um verschiedene Rollatormodell – bis hin zum Elektromobil – vorzustellen.

Für Rita Krönert könnte diese gemeinsame Veranstaltung der Rheumaliga und der Seniorenvereinigung Mügeln Anlass für neue Abenteuer werden. „Ich bin dass letzte Mal vor 25 Jahren Bus gefahren, als ich aufgehört habe, in der EKO zu arbeiten“, erzählt die Mügelnerin. Sie habe zwar eine Fahrerlaubnis, fahre aber nicht selbst mit dem Auto. Aber das mit dem Bus sehe interessant aus. So sieht das auch Herta Remke, die vor vier Jahren ihr Auto abgegeben hat. Mit dem Rollator könne sie noch ziemlich selbstständig unterwegs sein und mit dem Bus ließe sich der Aktionsradius noch kräftig erweitern. Sie wolle das gemeinsam mit der Rita Krönert mal ausprobieren.

Nach diesen Vorführungen und Übungen begleitete Henry Schomaker die Senioren auf der Rückfahrt im Bus. Von dort aus erläuterte er ihnen Gefahren- und Unfallschwerpunkte in der Stadt sowie das richtige Verhalten dort.

Von Axel Kaminski

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Sechs ausgewachsene schottische Hochlandrinder aus Lampertswalde waren für mehrere Tage verschwunden. Günter Hessler, Inhaber der Highlanderhofes suchte nach seiner Bullenherde. Nach einigen Tagen und dem Einsatz einer Drohne konnten die Tiere ausfindig gemacht werden. Doch was löste die Flucht der potenten Hochlandrinder aus?

27.05.2016

Seit seinem spurlosen Verschwinden im Jahr 1944 fasziniert das Bernsteinzimmer geschichtsbegeisterte Menschen auf der ganzen Welt. Auch die Oschatzer Journalistin Gabi Liebegall und der Wermsdorfer Bauingenieur Manfred John wurden vom Jagdfieber angesteckt.

27.05.2016

Schon im vergangenen Jahr wurden über 100 Flüchtlinge für die neue Asylunterkunft in der Nossener Straße in Oschatz angekündigt. Nach der Sanierung wurde die Belegung jedoch jeden Monat aufs neue verschoben. Bis heute ist das Objekt unbewohnt. Erst in wenigen Wochen soll eine Teilbelegung erfolgen.

27.05.2016
Anzeige