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Oschatz Mügelner Stadtförderverein kann auf ein Jahrzehnt Arbeit zurück blicken
Region Oschatz Mügelner Stadtförderverein kann auf ein Jahrzehnt Arbeit zurück blicken
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18:40 01.01.2017
Das Wettmelken beim Erntedankfest in Mügeln gibt es bereits seit fünf Jahren. Hier versucht sich Mügelns Bürgermeister Johannes Ecke. Quelle: Archivfoto: Bärbel Schumann
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Mügeln

Nicht mit einer großen Feier, sondern eher bescheiden hat der Mügelner Verein „Meine Bischofsstadt Mügeln“ jetzt sein zehnjähriges Jubiläum begangen. Das spricht für die Mitglieder und ihre Unterstützer, obwohl das seitdem Erreichte weit über die Grenzen der Region für Anerkennung sorgte und immer noch sorgt.

Ziel zur Gründung war es, die Stadtentwicklung Mügelns in den Bereichen Bildung, regionaler Natur- und Umweltschutz, des Heimatgedankens, der Jugend- sowie der Altenhilfe zu unterstützen und zu fördern. Die Förderung der gemeinnützigen Vereine, Tätigkeiten zur Denkmalpflege, Förderung des bürgerschaftlichen Engagements zugunsten gemeinnütziger, mildtätiger und kirchlicher Zwecke hatten sich die Gründer ebenso auf ihre Fahnen geschrieben. Wie all diese Ziele in den vergangenen zehn Jahren verwirklicht wurden, zeigte sich in einem Fotorückblick zur kleinen Jahresabschluss- und Jubiläumsfeier im Kloster Sornzig.

Erstes großes Projekt war das Backhaus

Nach der Vereinsgründung gingen die Mitglieder unter Vorsitz von Willi Osterloher verschiedene Ziele an, die in der Stadt bis heute ihre Spuren hinterlassen haben. Auf dem Anger wurden Hunderte Zwiebeln von Frühblühern in die Erde gesteckt. Die Blütenpracht erfreut bis heute alljährlich im Frühling die Spaziergänger. Arbeitsgruppen wurden gegründet, die sich verschiedenen Vorhaben annahmen. Unter Federführung von Dieter Winkler gingen Mitglieder daran, das Wanderwegenetz in und um Mügeln auszuschildern und auszubauen. Mit der Idee, den Anger zu einem Treffpunkt für Familien werden zu lassen, beteiligte sich der Verein am Wettbewerb „Ab in die Mitte“ zum ersten Mal und war sofort erfolgreich. Die Anerkennungsprämie war für die Vereinsfreunde dann das Startkapital für die Umgestaltung des Areals. Damit begannen auch die Vorbereitungen für das ehrgeizige Ziel, auf dem Anger ein Backhaus zu errichten. Mit vielen Ideen, die von der Bergung von Steinen mit Abbruchmaterial, über den Erwerb von Backhaus-Steinen durch Bürger und Mitglieder bis hin zur Unterstützung von Firmen reichte, konnte schließlich im April 2009 der erste Stein für das Backhaus gesetzt, im Juli sogar schon dessen Einweihung gefeiert werden.

Bereicherung für Mügeln

Seitdem sind frisches Anger-Brot oder Kuchen aus dem Backhaus bei verschiedenen Stadtfesten und vereinseigenen Veranstaltungen nicht mehr wegzudenken. Von den Arbeitsgruppen werden viele öffentliche Veranstaltungen organisiert, die heute aus dem Leben der Stadt nicht mehr wegzudenken sind und bei denen der Verein mit anderen Vereinen eng zusammenarbeitet. Dazu gehören beispielsweise Frühlingswanderungen, das Walpurgisfeuer auf dem Anger, das Familienfest „Gan(s)z in Familie“ und das Mügelner Erntedankfest.

Bankenstadt Mügeln

Für die Bekanntheit der Stadt hat auch die Initiative des „Mügelner Bankenaufsichtsrates“ gesorgt und an interessanten Orten neue, ungewöhnliche Sitzmöbel mit Unterstützung von Firmen, Vereinen und Privatpersonen aufgestellt. Anfangs noch als Spielerei von manchem belächelt, wurde daraus die „Mügelner Bankenroute“, die inzwischen 33 einmalig gestaltete Bänke umfasst. Auf dem Anger entstand zudem die Allee der besonderen Anlässe, wo Bürger zu verschiedenen Anlässen einen Baum pflanzen können, der nicht nur an so manches einmaliges Ereignis erinnern wird, sondern auch zur Begrünung des Geländes beiträgt. Vieles könnte noch genannt werden, auch Aktionen wie gemeinsame Ausflüge, die die Vereinsmitglieder für ihre eigene Arbeit inspirieren und den Zusammenhalt stärken. „Unserem Verein gehören derzeit 40 Mitglieder an. Ihnen allen möchte ich für ihr Engagement in den zurückliegenden Jahren danken. Dank gebührt auch all jenen, die uns unterstützen. Alle aufzuzählen, wäre zu lang. Ich wünsche mir für den Verein, dass er auch in Zukunft darauf bauen kann, damit wir alle gemeinsam zum Wohle unserer Stadt und unserer Einwohner noch viel erreichen“, sagte Vereinsvorsitzender Bernd Brink.

Von Bärbel Schumann

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